Haare außer Kontrolle

Man with crazy expression and puffy hair

Manchmal kommt einfach alles auf einmal. Es ist ein ungewöhnlich kalter, verregneter Junitag, man wacht mit einem steifen Nacken auf, hat verschlafen, der Kaffee ist aus, die Kinder heulen – und so setzt sich der Tag fort. Am liebsten wäre man im Bett geblieben. So ein richtiger Pechtag … Gibt’s das auf Englisch auch?

Klar! Und im Englischen findet sich dafür die bildhafte Beschreibung „bad hair day“ – also wörtlich ein Tag, an dem die Frisur so gar nicht sitzt (auch: „man nicht gut im Haar liegt“ oder „die Haare nicht schön hat“). Entgegen landläufiger Meinung wird dieser Ausdruck heute allerdings fast ausschließlich im übertragenen Sinne verwendet, also in Bezug auf einen „schlechten Tag“ (auf Englisch auch „one of those days“). Mit Haaren hat das, wenn überhaupt, nur entfernt zu tun. Wenn euch also eine Englischmuttersprachlerin fragt: „Bad hair day?“, fasst euch nicht gleich an den Kopf!

Wenn alles auf einmal schiefgeht, nennen das die Amerikaner auch gerne illuster „clusterfuck“ („cluster“ = „Ansammlung“). Auf Deutsch fällt mir in diesem Sprachregister die „Arschkarte“ ein, obgleich der Kontext sich hier leicht verschiebt. „Du hast die Arschkarte“ bedeutet, dass die angesprochene Person in einer bestimmten Situation am schlechtesten wegkommt. Hier befinden wir uns im unerschöpflichen Reich der Fußballanalogien. Die Arschkarte ist die Karte, die der Schiri aus der Gesäßtasche zieht, also die Rote Karte.

Haben wir dann die haarige Situation, die man auf Englisch übrigens auch „hairy“ nennen kann, unbeschadet überstanden, können wir uns zurücklehnen und alle Anspannung ablegen. „Let your hair down“ sagt da der Anglophone, wie in dem gleichnamigen Lied von Corinne Bailey Rae. Das hat nichts mit Rapunzel zu tun. Es heißt einfach, dass man sein Haar nicht streng zum Dutt frisiert trägt, sondern locker-flockig offen schwingen lässt.

Also, ihr Lieben, wenn euch demnächst etwas missfällt, sucht doch nicht das Haar in der Suppe, sondern tragt euer Haar offen! Keine Schnute ziehen – aber dazu mehr nächste Woche.

Der Pommes-Buddha sagt: Zuë Haare sind auch keine Lösung!

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The naked truth

Traditional wooden sauna for relaxation with set of clean towels

When I was fifteen, I went on a school exchange to Villa Park near Los Angeles in the USA. One day, I remember chatting, unceremoniously as one does, about going to the sauna in Germany – my parents had one at home that we used regularly. The expression of total shock and horror on the American students’ faces when I told them that we go there in the nude! Then uncontrollable giggling. They asked me a million questions about it. They could not believe it! And when they eventually did, they didn’t buy that it was nothing sexual.

I was truly surprised. I thought people went to saunas naked all over the world. For a German person, there’s nothing to it. Seriously. At hotels, in spas – Germans drop trou. Later in my life, my sister and I, sitting in a German hotel sauna in our birthday suits as per usual, were joined by an English lady in a swimming costume. Germans find that unhygienic, especially if that person puts no towel underneath herself. We were polite, though – and strongly impressed that she was obviously equally tolerant enough to stay. After she’d left, we couldn’t help joking that Brits and Americans are probably born with their swimsuits on.

So all you lovely people who did not grow up textilfrei will appreciate how my English husband felt when – and he only told me this recently – apparently one of the first-ever meetings with my parents involved all of us going to my parents’ sauna naturist style. I love him dearly for submitting to it without batting an eyelash. He played it really cool, while thinking my dad was subjecting his bits and pieces to some killer scrutiny for eligibility.

Meanwhile, all is well. My husband has taken a proper shine to ‘sauna Continental style’. It is actually quite liberating and much less of a fuss than you might think. Come on, when in Rome … You should give it a go! Canadian friends have come to love visiting Claudiustherme in Cologne. Our all time favourite is Neptunbad. Take your pick from more venues here: https://www.koelnbaeder.de/sauna.html.

Next week, it will be one of those days …

The Pommes Buddha says: FKK – every day!

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Die ewige Einkaufsliste

Shopping List

Wer schon einmal längere Zeit im Ausland war, wird das kennen: Man vermisst ganz einfache Produkte wie Laugenbretzeln oder Milka-Schokolade. Hat man dann jedoch das dortige Sortiment erkundet und seine Lieblinge gefunden, wird es einem nach der Rückreise ebenso gehen. Für mich sind das zum Beispiel die amerikanischen chocolate chip cookies von Mrs. Fields (alle hier verfügbaren Kekse dieser Art sind mir zu hart). Wenn unsere Familie nach England fährt, steht deshalb ein Besuch bei Waitrose, Sainsbury’s oder Marks & Spencer (ja, dort gibt es auch Lebensmittel) immer auf dem Programm. Und was kaufen wir dort ein?

Unsere ewige Einkaufsliste enthält:

  • tea bags (Alle Teetrinker, die ich kenne, bestätigen: In England ist die Qualität des portionierten Tees unschlagbar.)
  • black bean sauce (Schwarzbohnensauce – eine wichtige Zutat für viele asiatische Rezepte)
  • creamed coconut (wichtige Zutat für beef madras – hier auch zu bekommen, jedoch teurer als in UK)
  • baked beans (auch hier erhältlich, aber nicht die der bevorzugten Marke Branston)
  • malt vinegar (ein Muss auf Pommes bzw. chips)
  • kaffir lime leaves (Kaffirlimonenblätter – hier nicht überall erhältlich)
  • crumpets (kleine Teigküchlein, die man zum Frühstück toastet und mit Butter und/oder Marmelade bestreicht)

Am liebsten würden wir auch die unersetzbare, frische clotted cream mitbringen – aber die muss durchgehend gekühlt werden. Grußkarten und Kleidung sind in Großbritannien ebenfalls viel schöner und oft günstiger als hier.

Doch was, wenn man keine Bezugsquelle in Großbritannien hat? Dann wird’s zwar etwas teurer, aber es gibt keinen Grund zur Verzweiflung: Rettung naht in Form des English Shop in Köln, auf dessen Webseite man – übrigens auch amerikanische Artikel – online bestellen kann! Dort gibt es zumindest eine haltbare Version der für den cream tea obligatorischen clotted cream. Wie der Quark ist dieser Streichrahm ein Milchprodukt, das es in dieser Form woanders nicht gibt. In Ermangelung des Originals kann man die leckeren scones im größten Notfall auch mit Crème double bestreichen. Die kommt der clotted cream am nächsten – wenn sie auch kein würdiger Ersatz ist.

Für Kleidung und Schreibwaren eignet sich Marks & Spencer. Dieses Unternehmen hat mittlerweile sogar eine deutsche Webseite.

Ohne Kleidung kommt man in Deutschland jedoch auch zurecht. Mehr dazu nächste Woche …

Der Pommes-Buddha sagt: Shopping is always nicer on the other side (of the Channel Tunnel).

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The plait scale

braid girl

There are several reasons for this week’s revelation. One, it’s an act of reprisal: my husband hijacked my Facebook page the other day, so I’m hijacking his idea. Two, I’m on a rescue mission. This fascinating observation on the German culture is otherwise likely to pass into oblivion as it’s safe to assume that the blog my magnificent other was going to launch won’t be launched for another 150 years or so. (In case it does I herewith officially recognise his intellectual property rights.) So let’s learn about the mysterious plait scale …

‘The Plait Scale’ indicates the number of people in a country using some form of braiding in their hairdos, or, to put it in statistical terms, the ‘braid penetration’ of the population. The very concept of a braid was alien to my husband, who claimed that no girl or woman in England ever braided their hair. This may be changing as we speak (or read, as the case may be), as the plait, together with its masculine equivalent, the beard, has been making a strong case for itself on the international fashion stage lately.

So Mr K was intrigued to find plaited hair in various shapes and forms in a part of Germany outside of the world-acclaimed Plait Zone of Bavaria. Even more intriguingly, he observed that the number of people (mostly women) plaiting their hair dwindles gradually as you travel northwards, starting from, say, Oberstdorf. Women as far north as Hamburg, he noticed, were extremely unlikely to braid their hair at all. So the plait scale ranges from Algriet (north, no plaits) to Zenzi (south, corded maize of plaits), with Cologne approximately in midfield (plaits can be seen but are not ubiquitous).

If only I knew how this gem of insight could be of any relevant use … Well, I thought I’d share it with you anyway. You never know when this bit of trivia may come in handy. (As an interpreter I know that there is no such thing as useless information!)

More tasty tidbits are to come (see, I can’t do without food references). But first, let’s look at some practical issues of British-German life next week.

The Pommes Buddha says: Happy braiding!

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Britische Behaglichkeit

England

Wenn mich jemand fragte, wie ich in einem Satz die Essenz der englischen Kultur wie ich sie kenne zusammenfassen würde, so wäre die Antwort eine Frage, die für mich der Inbegriff der britischen Behaglichkeit ist. Unzählige Male schon wurde sie mir gestellt – eigentlich so gut wie jedes Mal, wenn ich auf der Insel bei jemandem zu Hause war.

„Shall I put the kettle on?“ Nun muss man etwas ausholen … Das was im typischen deutschen Haushalt die gute alte Kaffeemaschine ist (ich meine diese nun schon fast antik anmutende Konstruktion mit Filteraufsatz, Glaskanne und Warmhalteplatte), ist in Großbritannien the kettle, der (heutzutage vorwiegend elektrische) Wasserkocher. Fassungslos stand ich im Jahr 2000, zu Beginn meines Auslandssemesters in London, in der Küche meiner Unterkunft – es gab keine Kaffeemaschine! Ein Wasserkocher fand sich immerhin, aber kein Filteraufsatz, um wenigstens von Hand aufzubrühen. Nachdem ich auf der Suche nach Kaffeepulver lediglich auf körnigen Kaffee stieß, wurde mir klar: Im durchschnittlichen Haushalt wird Kaffee hier tassenweise hergestellt, und zwar aus Instant-Kaffeepulver. (Ja, ganz im Gegensatz zu Australien und Neuseeland hinkte Großbritannien dem Rest von Europa – oder auf Britisch Europe bzw. the Continent – in der Kaffeekultur lange weit hinterher.)

Tee wird, so man nicht der detaillierten Anweisung des Britischen Instituts für Normung (BSI) folgt, die 8 Seiten umfasst und für lächerliche 90 GBP zu erwerben ist, ebenfalls pro Tasse bzw. Becher aufgegossen. Milch darf selbstverständlich nicht fehlen. Und ein echter „Bauarbeitertee“ (siehe „builder’s brew“) wird’s nur mit reichlich Zucker. Da bekommt Stephen Twining Schnappatmung! Er erklärt auf Youtube, wie es richtig geht. Und hier schreibt der Independent über die perfekte Tasse Tee.

„Shall I put the kettle on?“ ist somit eine meist rhetorische Frage, die sagen soll: „Komm’, wir machen es uns gemütlich und trinken einen Tee (oder Kaffee)!“

Nächste Woche geht’s zur Abwechslung dann mal um nicht-kulinarische Verflechtungen …

Der Pommes-Budhha sagt: Manche mögen’s heiß!

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Sizzling efficiency

steak with flames on grill with rosemary

Germans are renowned for their efficiency. We don’t ‘fart-arse around’, as my English husband would say. We get things done. The same is true for our language. Often, my husband asks something like, ‘What’s this word in English?’ (‘this word’ being anything from ‘Ausfahrt’ to ‘Zollstock’). Having got past the first obstacle (the initial reply any translator will offer, i.e. ‘It depends on the context’), he is frequently surprised to find that there is not a clear-cut, one-word English equivalent. Let’s look at another example …

Here’s what a German may ask you these days, ‘Hast du schon angegrillt?’ ‘Angrillen’. What a cool word! Nine letters. And what does it mean? It means ‘to have the first barbecue of the year’. ‘Grillen’ means ‘to barbecue’, and ‘an‑’ is a prefix stating (in this particular context) that something is just beginning. Accordingly, ‘abgrillen’ refers to the last barbecue of the year. So by changing one letter, you can change the meaning from ‘first’ to ‘last’. Now, that’s what we call efficient.

Some Germans take efficiency to a completely different level, though. I once saw a documentary on a bunch of guys who had a BBQ every single day of the year, eating outdoors even in the snow. ‘Wir grillen am 1. Januar an und am 31. Dezember ab’, they said. That’s one whopper of a Grillsaison!

In Cologne, like in many German cities, people like to meet friends in parks and have a barbie (Australian abbreviation). Unlike in Australia and the USA, there are not many designated BBQ areas (US-American abbreviation, always pronounced as the full word [ˈbɑrbɪˌkjuː]), let alone permanent BBQs for anyone’s use. So we bring along our own little barbecues and coal. This type of public food-preparation is not officially allowed, but most municipalities will tolerate it. In some very big parks or hiking areas, you may even stumble upon a Grillhütte, a wooden hut with a permanent barbecue inside. Those normally need to be officially rented from the local council, though. In the UK, most barbecuing is done in private gardens, as it’s not allowed in parks.

Next week, we’ll come back to the epitome of Englishness.

The Pommes Buddha says: Every Ken likes a barbie.

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Sahnestückchen zum Tee

English Scones, Devonshire style

Welcher Deutsche kennt sie nicht, die schön gedeckte Kaffeetafel mit Kaffeeservice, Kaffekanne auf dem Warmhalte-Stövchen, Kuchen, geschlagener Sahne, Tortenheber und Kuchengabeln. Traditionell bewirtet man so Nachmittags- oder Geburtstagsgäste. Dieses gemütliche Gesamterlebnis wird mit dem stehenden Ausdruck „Kaffee und Kuchen“ bezeichnet. Doch was erwartet einen im Vereinigten Königreich bei einer nachmittäglichen Zusammenkunft?

Nun, eine der beliebtesten Varianten der Teetradition ist der sogenannte cream tea. Hiermit ist nicht nur das Heißgetränk gemeint, das man übrigens in England ausschließlich mit Milch oder Sahne und niemals pur genießt, sondern ein köstlicher Nachmittagsschmaus, in tea rooms gerne auf der möglichst kitschigen Etagere serviert. Neben dem Tee, der in Kürze in einem eigenen Blog-Beitrag behandelt werden wird, kann man sich hier an liebevoll präsentierten scones mit clotted cream und Erdbeermarmelade laben.

Jede dieser Komponenten bedarf eines separaten Kommentars.
1. scone: ein süßes Brötchen mit oder ohne Rosinen; über die korrekte Aussprache des Wortes ist die Nation seit jeher gespalten (je nach geografischer Herkunft und/oder gesellschaftlicher Position [skəʊn] oder [skɒn]); das Brötchen wird aufgeschnitten und mit 2. und 3. bestrichen
2. clotted cream: Streichrahm aus Cornwall oder Devon; besitzt eine frischkäseähnliche Textur und einen Geschmack, der zwischen Butter und Sahne rangiert; wie bei der Aussprache von „scone“ scheiden sich auch hier die Geister, ob man nun zuerst die clotted cream oder zuerst die strawberry jam aufträgt (Egal! Jede der Varianten schmeckt bombastisch!!!)
3. Erdbeermarmelade: Achtung, falscher Freund! Die englische marmalade bezeichnet ausschließlich die recht bittere Orangenmarmelade. Alle anderen Marmeladen heißen jam.

Allgemein spricht man auch vom afternoon tea, bei dem zudem noch kleine Sandwiches gereicht werden. Der high tea, oft auch einfach nur „tea“, hingegen, bezeichnet eine vollwertige Mahlzeit am Abend. Auch heute noch heißt „Abendessen“, insbesondere im Norden von England und in Schottland nicht „dinner“ (oder auf Hochnäsig „supper“), sondern „tea“. „What’s for tea?“ heißt also nicht „Was gibt es zum Tee?“, sondern „Was gibt es zum Abendessen?“ Dann ergibt der Satz „Your tea is in the oven“, der einst in einer deutsch synchronisierten Fassung einer englischen TV-Serie irrtümlich mit „Dein Tee ist im Ofen“ übersetzt wurde, auch Sinn.

Und hier wie immer ein schönes Rezept.

Natürlich gibt’s auf der Insel auch Kuchen, jedoch üblicherweise zum Dessert. Und Kuchengabeln sucht man in der Besteckschublade vergeblich. Kuchen wird mit den normalen großen Gabeln bzw. in gut ausgestatteten Haushalten mit etwas kleineren Dessertgabeln gegessen.

Mehr zum englischen Tee in zwei Wochen. Nächste Woche wird’s erst einmal saisonal brutzelig.

Der Pommes-Buddha sagt: Ob [skəʊn] oder [skɒn], let’s cream tea on!

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What a load of buzz

Schwachsinn01

The other day I witnessed an incident or, shall we say, an ‘act of communication’ that made me think of a certain type of office game. I was sitting in a café in Cologne when a group of businesspeople walked in. As they had turned up late, the table they had booked had been given away. This prompted one of the ‘suits’ to ask whether it was still possible to find room for six. Only, he didn’t say ‘possible’.

He said – and I am deeply sorry for those who don’t speak German, as this is untranslatable: ‘Ist das darstellbar?’ ‘Darstellbar’ is one of those smoke-screen words that are used excessively by many businesspeople to make what they really mean sound fancier, such as ‘lean in’ or ‘own the room’. I believe the correct technical term for such expressions is ‘wank words’. So my gut association was with the fine game invented to make boring meetings (here, the astute reader will notice a clear case of pleonasm – not to be confused with ‘neoplasm’, as Wikipedia kindly points out) more exciting. Of course, I’m talking about Wank Word Bingo (in American English, as well as German: ‘Bullshit Bingo’).

In its embosomed tradition of verbing, American English boasts the uniquely graphic word ‘bullshitting’, which Germans would usually refer to as ‘Scheiße labern’, equally graphic. In British English, however, as far as I’m aware, ‘wanking’ really only denotes the self-manipulation of male genitalia, as opposed to the manipulation of language. ‘Bullshitting’ in England is ‘to be full of shit’ (careful, dear non-native speakers, ‘shit’ in Britain is much more vulgar than in Germany – so use shit sparingly), or ‘to talk rubbish’ if you wish to be less offensive.

Meetings, though, are the same the world over. This is why WWB is such a success. And now for some practical application: I found this lovely ‘Bullshit-o-mat’ to generate your own manager phrases in German. Enjoy!

Next week, let’s go back to Cornwall for a little while …

The Pommes Buddha says: Vom Learning her hab’ ich einiges mitgenommen.

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In Rosas Munde

Patties fried in bowl with napkin on board

Wer noch nie in Cornwall war, sollte dies rasch nachholen. Rollende Hügel, sonnige Küsten und idyllische Landhäuser … Rosamunde Pilcher hält, was sie verspricht. Mal ganz davon abgesehen, dass Cornwall die britische Region mit der coolsten Flagge ist (weißes Kreuz auf schwarzem Grund – lässt Piraten neidisch werden). Doch die Reise kann gleich vor der Haustür beginnen. Wie das?

Nun, ganz einfach: Seit einem guten Jahr schmückt die Dürener Straße in Köln ein kleiner aber feiner Laden, der das kulinarische Aushängeschild Cornwalls vertreibt, die Cornish pasty (zu Deutsch: „kornische Pastete“). Die Tasty Pasty Company bietet die gefüllte Teigtasche in diversen kreativen Varianten an – von traditionell über Steak & Ale bis hin zu indisch mit Kichererbsen. Zudem lassen etliche andere heimische Produkte wie millionaires’ shortbread oder original englischer Tee, gerne als builder’s brew serviert, das britische Herz höher schlagen.

Aber was genau ist nun diese kleine Pastete? Die klassische Variante, die sich übrigens, analog zum Champagner, nur Cornish nennen darf, wenn sie in der Region selbst hergestellt wurde, enthält Kartoffeln, Rindfleisch, Zwiebeln und Kohlrüben. In Cornwall wurde uns zudem berichtet, dass diese Speise ursprünglich ein typisches Essen für die Arbeiter der dort früher zahlreichen Kohlebergwerke war. Der dicke, geschwungene Teigrand diente ausschließlich dem Anfassen mit schmutzigen Fingern und wurde nicht mit verzehrt. Oft war zudem eine kleine Ecke der Teigtasche mit etwas Süßem gefüllt, sodass man sich vom Hauptgericht zum Dessert vorwärts essen konnte.

Übrigens wird das „a“ in „pasty“ – sofern nicht das Adjektiv gemeint ist – nicht diphthongiert, wie die Sprachwissenschaftlerin sagt. Das bedeutet, man hört nicht zwei unterschiedliche Vokallaute wie beispielsweise bei dem „a“ in „frame“, sondern nur einen kurzen, zwischen dem deutschen „ä“ und „e“ liegenden Monophthong wie in „that“. Es heißt also [ˈteɪstiː ˈpæstiː] und nicht [ˈteɪstiː ˈpeɪstiː].

Ob Mono oder Di, alle pasties bei Dan und Paul und ihren supernetten Mitarbeitern schmecken wunderbar! Wahlweise kann man die leckeren Stücke auch zum Selbstbacken mitnehmen. Und mit dem Catering-Angebot ist die nächste Briten-Party gesichert. Wer noch mehr sehen und hören will, kommt hier auf den Geschmack. Bingo! Nächste Woche mehr dazu

Der Pommes-Buddha sagt: Kornische Pastetchen sind mir die liebsten!

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Berrying 101

Sprig with fresh ripe blueberries in summer.

Yes, Sir, I can berry. Well, at least if I’m a speaker of US American English. Intriguingly, the Americans can transform anything into a verb (this process is called ‘verbing’). So Yanks can breakfast, they can shower and they can berry (aka ‘pick berries’). Even though they can’t berry, the Brits, just like the Americans, love blueberry muffins. (By the way, can you ‘blueberry-muffin’? ‘What did you do during the coffee break?’ – ‘I blueberry-muffined. Yummie!’) Let’s find out what the deal is with Germans and blueberries …

In the German language, the issue of the blueberry is not a straightforward one. Yes, one can find the obvious Blaubeere (if one berries hard enough). However, this is but one of many names for the tiny fruit in question. Heidelbeere is, I’d think, the most widely used word. But even Waldbeere, in addition to its general meaning of ‘berry from the woods’, may refer to the same plant (Vaccinium myrtillus in Latin). And don’t get me started on the regional varieties …

Apparently, according to Merriam Webster’s Online Dictionary, the name ‘blueberry’ has no synonyms in the English language. How lucky you Americans are! Instead, you have berries that no German or Brit has ever heard of. It was in an American ice-cream shop nearly twenty years ago that I first read the name ‘boysenberry’. (At the time I thought it was simply a taste of assorted woodland berries, which those crazy Americans named after the French word for ‘forest’ [‘bois’], changing the spelling so the name would seem more ‘funky’ or something.) Also, we don’t have loganberries. And cranberries are an utterly complex subject in themselves.

Dict.cc, in contrast, says there are quite a few synonyms of ‘blueberry’ (‘huckleberry’, ‘whinberry’, ‘whortleberry’ and ‘bilberry’ are some of them). However, I have no idea how widely used these really are.

But now to the best part: I found a page with blueberry recipes on the BBC website (also featuring other berries). In the United States, blueberries seem to have acquired a status similar to knighthood (or damehood? Are berries male or female? In Italian, the tree is male and the fruit is female. So I suppose it must be ‘Dame Blueberry’.). In any case, they have their own ‘U.S. Highbush Blueberry Council’, whose website advertises the blue fruit’s multitudinous merits and applications.

After this mouth-watering experience, let’s continue on the path of culinary delights next week …

The Pommes Buddha says: I berry, you berry, he/she/it berries.

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