Berrying 101

Sprig with fresh ripe blueberries in summer.

Yes, Sir, I can berry. Well, at least if I’m a speaker of US American English. Intriguingly, the Americans can transform anything into a verb (this process is called ‘verbing’). So Yanks can breakfast, they can shower and they can berry (aka ‘pick berries’). Even though they can’t berry, the Brits, just like the Americans, love blueberry muffins. (By the way, can you ‘blueberry-muffin’? ‘What did you do during the coffee break?’ – ‘I blueberry-muffined. Yummie!’) Let’s find out what the deal is with Germans and blueberries …

In the German language, the issue of the blueberry is not a straightforward one. Yes, one can find the obvious Blaubeere (if one berries hard enough). However, this is but one of many names for the tiny fruit in question. Heidelbeere is, I’d think, the most widely used word. But even Waldbeere, in addition to its general meaning of ‘berry from the woods’, may refer to the same plant (Vaccinium myrtillus in Latin). And don’t get me started on the regional varieties …

Apparently, according to Merriam Webster’s Online Dictionary, the name ‘blueberry’ has no synonyms in the English language. How lucky you Americans are! Instead, you have berries that no German or Brit has ever heard of. It was in an American ice-cream shop nearly twenty years ago that I first read the name ‘boysenberry’. (At the time I thought it was simply a taste of assorted woodland berries, which those crazy Americans named after the French word for ‘forest’ [‘bois’], changing the spelling so the name would seem more ‘funky’ or something.) Also, we don’t have loganberries. And cranberries are an utterly complex subject in themselves.

Dict.cc, in contrast, says there are quite a few synonyms of ‘blueberry’ (‘huckleberry’, ‘whinberry’, ‘whortleberry’ and ‘bilberry’ are some of them). However, I have no idea how widely used these really are.

But now to the best part: I found a page with blueberry recipes on the BBC website (also featuring other berries). In the United States, blueberries seem to have acquired a status similar to knighthood (or damehood? Are berries male or female? In Italian, the tree is male and the fruit is female. So I suppose it must be ‘Dame Blueberry’.). In any case, they have their own ‘U.S. Highbush Blueberry Council’, whose website advertises the blue fruit’s multitudinous merits and applications.

After this mouth-watering experience, let’s continue on the path of culinary delights next week …

The Pommes Buddha says: I berry, you berry, he/she/it berries.

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Höflichkeit ist eine Zier

Pondering Life

Eines der ersten Dinge, die mir aufgefallen sind, als ich als Studentin in London lebte, war die nachgerade allerorten erlebte Höflichkeit meiner Mitmenschen. Wenn man zur Rush Hour in der Tube versehentlich jemandem auf den Fuß trat, entschuldigte sich dieser mehrmals dafür, derlei Unannehmlichkeiten bereitet zu haben. Man mag dies als übertriebenen vorauseilenden Gehorsam aburteilen. Ich empfand es als im alltäglichen Umgang äußerst angenehmes Respektszeugnis. Was ist dran am Mythos des britischen Gentleman?

Laut dem englischen Schauspieler Edward Fox „[b]eing a gentleman is the number one priority, the chief question integral to our national life.“ Auch wenn man heute in Großbritannien, wie in jedem Land, Klagen über den Verfall von Sitte und Anstand vernimmt, so kann man doch sicher sein, dass der politeness auf der Insel im Allgemeinen erheblich mehr Bedeutung beigemessen wird als in unserem schönen Land. Mein englischer Ehemann wird es niemals müde zu betonen, dass Szenen wie die folgende – in Deutschland an der Tagesordnung – angesichts des unangebrachten Einmischens in fremde Angelegenheiten in England Stürme der Entrüstung auslösen würden.

Neulich fuhr ich in Köln mit dem Bus vom Bezirksrathaus nach Hause. Ich stand, meine zu diesem Zeitpunkt acht Wochen alte Tochter lag im Kinderwagen vor mir. Wie Babys es mit unerhörter Zuverlässigkeit in öffentlichen Verkehrsmitteln zu tun pflegen, weinte sie herzzerreißend. Eine ältere Dame wohnte dem Spektakel entsetzt bei und begann, dieses zu kommentieren. „Das Baby ist schon ganz rot. Das ist bestimmt nicht gut!“ Da ich nicht reagierte, forderte sie mich alsdann auf: „Nehmen Sie es doch mal heraus!“ Nachdem ich nur kurz erwiderte, das sei ja nun gerade schlecht möglich, setzte sie fort: „Was hat das Baby?“ (Wäre ich schlagfertig gewesen, hätte ich entgegnet: „Was haben Sie???“)

Solche und ähnliche Szenen werden mir von jungen Eltern allenthalben geschildert. Wildfremde, „gutmeinende“ Menschen verteilen großzügig Ratschläge, Aufforderungen oder gar Anfeindungen in Bezug auf die Kindererziehung. In Großbritannien ist so etwas verpöhnt. Nicht umsonst gibt es den Ausdruck small talk, denn der big talk gehört in die eigenen vier Wände.

Den Nörglern sage ich, entspannt Euch alle mal und schaut, wie Elternsein heute geht: http://time.com/3720541/how-to-parent-like-a-german/?xid=newsletter-brief. Zur vertiefenden Lektüre empfehle ich The Idle Parent von Tom Hodgkinson (hier zusammen mit zwei weiteren Büchern besprochen).

Nächste Woche wird’s bärig. Oder beerig?

Der Pommes-Buddha sagt: Einatmen – und ausatmen.

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Who is Hermann?

Gugelhupf

We all know who Horst is by now. But who or what is Hermann? This similarly typical – I’m tempted to say ‘clichéd’ – German name holds many secrets. The most grassroots one of them shall be revealed today exclusively to you, dear faithful readers of the Pommes Buddha blog.

Hermann is actually … a cake! And when I say cake, you Brits must not imagine your version of a cake with lots of sugary yummy icingy twirly baroquey stuff on it. (Of course the British cake tradition has its merits too, as corroborated by crowd favourites such as The Great British Bake Off.) German cake makes no promises. It looks rather … honest but tastes enjoyably – even jolly – good.

Our man Hermann was very popular in the 1970s and ‑80s, and I’ve been told he’s still on the road today. Hermann is no ordinary cake – he is a chain cake. ‘Chain cake’ as in ‘chain letter’: you make the dough in a complex procedure whose main ingredient is TLC, divide it by four and pass three parts on to friends and family. If you feel that a cake is just what your entourage has been missing, Dr. Oetker, well-liked among Britain’s baking-savvy too, has a basic recipe for you. I personally have never made Hermann’s acquaintance, but I was once given sourdough in a jar (also, it seems, a shareable type of dough). It was moving (the experience, not the dough).

Naturally, there is not only one type of cake in Germany. Hermann is a Trockenkuchen, just like Guglhupf. But that is only the beginning. Go to the Konditorei and take your pick: Käsekuchen, Gedeckter Apfelkuchen, Schwarzwälder Kirschtorte, Donauwelle … A mouth-watering chocolate cake from Vienna (Austria, of course) is called Sacher Torte. Just to name a few.

So go on and indulge. Or make a Hermann and spread the joy! Perhaps he’ll make it as far as London and meet his namesake Herman ze German, an eatery/caterer/shop with German specialties. The question is, will he be polite enough to meet British standards? We’ll find out about that next week …

The Pommes Buddha says: You can have your Hermann and eat it too.

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Ein Tag beim Rennen

Rennbahn

Wer kennt sie nicht, die Bilder eleganter Damen in wagenradgroßen Hüten, die Champagner schlürfend am Rande der Pferderennstrecke im englischen Ascot posieren? Die Herren in Frack und Zylinder, die Tageszeitung unterm Arm? So vergnügt sich die High Society auf der Insel, denkt man. Nur die High Society?

Am 11. April ist es wieder soweit: Am wichtigsten Tag im Pferderennkalender wettet die britische Nation beim Grand National auf der Liverpooler Rennbahn Aintree zum Vergnügen. Dieses Spektakel kommt einem nationalen Feiertag gleich. Durch alle Schichten der Gesellschaft hinweg putzt man sich heraus und geht zur Rennbahn oder wettet im örtlichen Wettbüro.

Auch im übrigen Jahr ist der Besuch der Pferderennbahn ein durchaus gängiges Vergnügen. Besonders schick gekleidet wird sich dafür in der Regel nicht. Und es geht auch nicht sehr festlich zu: Familien bringen eine Decke und Essen mit und machen auf der Wiese an der Bahn ein Picknick. Selbstverständlich lässt es sich kein echter Brite nehmen, beim Rennen auch zu wetten. Hierzu sucht man sich aus den freien Buchmachern am Platz denjenigen mit der günstigsten Quote für das Wunschpferd heraus.

In Deutschland sind Pferderennen ein weniger verbreitetes Freizeitvergnügen. Dabei bietet beispielsweise die Kölner Galopprennbahn ein herrliches Ausflugsziel für die ganze Familie: Erfrischungen von Pommes über Erdbeerbowle bis hin zum Champagner verwöhnen das kulinarisch geneigte Publikum – alternativ kann man auch hier picknicken oder auch das äußerst vorzeigbare Gasthaus Rennbahn aufsuchen. Die Kleinen vergnügen sich auf dem Spielplatz, der sogar eine Hüpfburg vorzuweisen hat.

Wetten kann man hier natürlich auch, allerdings nicht bei Buchmachern, sondern nur direkt beim Rennverein nach dem Totalisator-Prinzip (engl. Tote). Ich persönlich suche mir meine Favoriten immer nach dem Namen aus. „Oh So Sassy“, „Yourartisonfire“, „Swiftly Done“, „Boomerang Bob“ (keine Konfabulationen von mir!) – am liebsten mag ich Namen, aus denen man Sätze bilden kann. Unsere dreijährige Tochter orientiert sich gerne am schönsten Jockey-Trikot. Mein Mann hingegen wendet eine nicht entschlüsselbare englische Geheimstrategie an, mit der er so gut wie immer unseren gesamten Wetteinsatz zurückgewinnt.

Übrigens verfügt Köln auch über die einzige Jockeyschule in Deutschland. Und viele Jockeys heißen ja Hermann. Oder? Wer war nochmal Hermann? Mehr dazu nächste Woche …

Der Pommes-Buddha sagt: Auch Einhufer können Herzstück eines vergnüglichen Nachmittages sein. Prosit!

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Fucking hell

Glass of beer and bottle against wheat field and sunset

I’m terribly sorry if this title offends you, but, in my defence, it is not what you think it is. This week’s story, which is related to a subject discussed here in all seriousness before, starts in a village in Austria situated 33 kilometres north of Salzburg. Just like a considerable number of other places in Bavaria and Austria, its name ends in –ing. Can you guess what the first part is?

‘Fuck’, yes! (Again, no expletive.) Indeed, the place is called Fucking. In case you were wondering, it is pronounced with a closed ‘u’ /ʊ/, as in ‘put’. Obviously, due to its similarity with a tremendously rude English word, the place has gained some fame in English-speaking countries. The poor inhabitants of Fucking, of course, can’t help it.

But if they had a really wicked sense of self-deprecating humour, they would have done what a German company did in 2010: they went to court and won the right to name a beer ‘Fucking hell’. ‘Hell’ is the equivalent of ‘pale’ – ‘ein Helles’ is the common expression for a light lager as opposed to a dark beer. So in German it makes perfect sense to call a beer from Fucking ‘Fucking hell’. The court obviously agreed. Never mind that Fucking has no brewery (yet) … So there you go.

During my research for this blog entry, I came across an Austrian film called ‘Bad Fucking’. ‘Bad’ in German means ‘bath’ or ‘bathroom’ and in names of towns and villages is a relic referring to the fact that there are some types of, usually thermal, springs in the area (as in ‘Bad Saarow’ – highly recommended for a weekend away). So these places are historic spa places. There is no real place called ‘Bad Fucking’ – but there might as well be.

So next time you’ve had a bad day in the Salzburg area, why not think To hell with it … and have a Fucking hell for substantiation? Sounds effing splendid!

Next week, we’ll deal with a much more cultured form of pastime. (Did I hear someone say ‘Boooring!’?)

The Pommes Buddha says: Let’s call a Fucking a Fucking.

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