Sizzling efficiency

steak with flames on grill with rosemary

Germans are renowned for their efficiency. We don’t ‘fart-arse around’, as my English husband would say. We get things done. The same is true for our language. Often, my husband asks something like, ‘What’s this word in English?’ (‘this word’ being anything from ‘Ausfahrt’ to ‘Zollstock’). Having got past the first obstacle (the initial reply any translator will offer, i.e. ‘It depends on the context’), he is frequently surprised to find that there is not a clear-cut, one-word English equivalent. Let’s look at another example …

Here’s what a German may ask you these days, ‘Hast du schon angegrillt?’ ‘Angrillen’. What a cool word! Nine letters. And what does it mean? It means ‘to have the first barbecue of the year’. ‘Grillen’ means ‘to barbecue’, and ‘an‑’ is a prefix stating (in this particular context) that something is just beginning. Accordingly, ‘abgrillen’ refers to the last barbecue of the year. So by changing one letter, you can change the meaning from ‘first’ to ‘last’. Now, that’s what we call efficient.

Some Germans take efficiency to a completely different level, though. I once saw a documentary on a bunch of guys who had a BBQ every single day of the year, eating outdoors even in the snow. ‘Wir grillen am 1. Januar an und am 31. Dezember ab’, they said. That’s one whopper of a Grillsaison!

In Cologne, like in many German cities, people like to meet friends in parks and have a barbie (Australian abbreviation). Unlike in Australia and the USA, there are not many designated BBQ areas (US-American abbreviation, always pronounced as the full word [ˈbɑrbɪˌkjuː]), let alone permanent BBQs for anyone’s use. So we bring along our own little barbecues and coal. This type of public food-preparation is not officially allowed, but most municipalities will tolerate it. In some very big parks or hiking areas, you may even stumble upon a Grillhütte, a wooden hut with a permanent barbecue inside. Those normally need to be officially rented from the local council, though. In the UK, most barbecuing is done in private gardens, as it’s not allowed in parks.

Next week, we’ll come back to the epitome of Englishness.

The Pommes Buddha says: Every Ken likes a barbie.

> Audioversion

  

Sahnestückchen zum Tee

English Scones, Devonshire style

Welcher Deutsche kennt sie nicht, die schön gedeckte Kaffeetafel mit Kaffeeservice, Kaffekanne auf dem Warmhalte-Stövchen, Kuchen, geschlagener Sahne, Tortenheber und Kuchengabeln. Traditionell bewirtet man so Nachmittags- oder Geburtstagsgäste. Dieses gemütliche Gesamterlebnis wird mit dem stehenden Ausdruck „Kaffee und Kuchen“ bezeichnet. Doch was erwartet einen im Vereinigten Königreich bei einer nachmittäglichen Zusammenkunft?

Nun, eine der beliebtesten Varianten der Teetradition ist der sogenannte cream tea. Hiermit ist nicht nur das Heißgetränk gemeint, das man übrigens in England ausschließlich mit Milch oder Sahne und niemals pur genießt, sondern ein köstlicher Nachmittagsschmaus, in tea rooms gerne auf der möglichst kitschigen Etagere serviert. Neben dem Tee, der in Kürze in einem eigenen Blog-Beitrag behandelt werden wird, kann man sich hier an liebevoll präsentierten scones mit clotted cream und Erdbeermarmelade laben.

Jede dieser Komponenten bedarf eines separaten Kommentars.
1. scone: ein süßes Brötchen mit oder ohne Rosinen; über die korrekte Aussprache des Wortes ist die Nation seit jeher gespalten (je nach geografischer Herkunft und/oder gesellschaftlicher Position [skəʊn] oder [skɒn]); das Brötchen wird aufgeschnitten und mit 2. und 3. bestrichen
2. clotted cream: Streichrahm aus Cornwall oder Devon; besitzt eine frischkäseähnliche Textur und einen Geschmack, der zwischen Butter und Sahne rangiert; wie bei der Aussprache von „scone“ scheiden sich auch hier die Geister, ob man nun zuerst die clotted cream oder zuerst die strawberry jam aufträgt (Egal! Jede der Varianten schmeckt bombastisch!!!)
3. Erdbeermarmelade: Achtung, falscher Freund! Die englische marmalade bezeichnet ausschließlich die recht bittere Orangenmarmelade. Alle anderen Marmeladen heißen jam.

Allgemein spricht man auch vom afternoon tea, bei dem zudem noch kleine Sandwiches gereicht werden. Der high tea, oft auch einfach nur „tea“, hingegen, bezeichnet eine vollwertige Mahlzeit am Abend. Auch heute noch heißt „Abendessen“, insbesondere im Norden von England und in Schottland nicht „dinner“ (oder auf Hochnäsig „supper“), sondern „tea“. „What’s for tea?“ heißt also nicht „Was gibt es zum Tee?“, sondern „Was gibt es zum Abendessen?“ Dann ergibt der Satz „Your tea is in the oven“, der einst in einer deutsch synchronisierten Fassung einer englischen TV-Serie irrtümlich mit „Dein Tee ist im Ofen“ übersetzt wurde, auch Sinn.

Und hier wie immer ein schönes Rezept.

Natürlich gibt’s auf der Insel auch Kuchen, jedoch üblicherweise zum Dessert. Und Kuchengabeln sucht man in der Besteckschublade vergeblich. Kuchen wird mit den normalen großen Gabeln bzw. in gut ausgestatteten Haushalten mit etwas kleineren Dessertgabeln gegessen.

Mehr zum englischen Tee in zwei Wochen. Nächste Woche wird’s erst einmal saisonal brutzelig.

Der Pommes-Buddha sagt: Ob [skəʊn] oder [skɒn], let’s cream tea on!

> Audioversion

  

What a load of buzz

Schwachsinn01

The other day I witnessed an incident or, shall we say, an ‘act of communication’ that made me think of a certain type of office game. I was sitting in a café in Cologne when a group of businesspeople walked in. As they had turned up late, the table they had booked had been given away. This prompted one of the ‘suits’ to ask whether it was still possible to find room for six. Only, he didn’t say ‘possible’.

He said – and I am deeply sorry for those who don’t speak German, as this is untranslatable: ‘Ist das darstellbar?’ ‘Darstellbar’ is one of those smoke-screen words that are used excessively by many businesspeople to make what they really mean sound fancier, such as ‘lean in’ or ‘own the room’. I believe the correct technical term for such expressions is ‘wank words’. So my gut association was with the fine game invented to make boring meetings (here, the astute reader will notice a clear case of pleonasm – not to be confused with ‘neoplasm’, as Wikipedia kindly points out) more exciting. Of course, I’m talking about Wank Word Bingo (in American English, as well as German: ‘Bullshit Bingo’).

In its embosomed tradition of verbing, American English boasts the uniquely graphic word ‘bullshitting’, which Germans would usually refer to as ‘Scheiße labern’, equally graphic. In British English, however, as far as I’m aware, ‘wanking’ really only denotes the self-manipulation of male genitalia, as opposed to the manipulation of language. ‘Bullshitting’ in England is ‘to be full of shit’ (careful, dear non-native speakers, ‘shit’ in Britain is much more vulgar than in Germany – so use shit sparingly), or ‘to talk rubbish’ if you wish to be less offensive.

Meetings, though, are the same the world over. This is why WWB is such a success. And now for some practical application: I found this lovely ‘Bullshit-o-mat’ to generate your own manager phrases in German. Enjoy!

Next week, let’s go back to Cornwall for a little while …

The Pommes Buddha says: Vom Learning her hab’ ich einiges mitgenommen.

> Audioversion

  

In Rosas Munde

Patties fried in bowl with napkin on board

Wer noch nie in Cornwall war, sollte dies rasch nachholen. Rollende Hügel, sonnige Küsten und idyllische Landhäuser … Rosamunde Pilcher hält, was sie verspricht. Mal ganz davon abgesehen, dass Cornwall die britische Region mit der coolsten Flagge ist (weißes Kreuz auf schwarzem Grund – lässt Piraten neidisch werden). Doch die Reise kann gleich vor der Haustür beginnen. Wie das?

Nun, ganz einfach: Seit einem guten Jahr schmückt die Dürener Straße in Köln ein kleiner aber feiner Laden, der das kulinarische Aushängeschild Cornwalls vertreibt, die Cornish pasty (zu Deutsch: „kornische Pastete“). Die Tasty Pasty Company bietet die gefüllte Teigtasche in diversen kreativen Varianten an – von traditionell über Steak & Ale bis hin zu indisch mit Kichererbsen. Zudem lassen etliche andere heimische Produkte wie millionaires’ shortbread oder original englischer Tee, gerne als builder’s brew serviert, das britische Herz höher schlagen.

Aber was genau ist nun diese kleine Pastete? Die klassische Variante, die sich übrigens, analog zum Champagner, nur Cornish nennen darf, wenn sie in der Region selbst hergestellt wurde, enthält Kartoffeln, Rindfleisch, Zwiebeln und Kohlrüben. In Cornwall wurde uns zudem berichtet, dass diese Speise ursprünglich ein typisches Essen für die Arbeiter der dort früher zahlreichen Kohlebergwerke war. Der dicke, geschwungene Teigrand diente ausschließlich dem Anfassen mit schmutzigen Fingern und wurde nicht mit verzehrt. Oft war zudem eine kleine Ecke der Teigtasche mit etwas Süßem gefüllt, sodass man sich vom Hauptgericht zum Dessert vorwärts essen konnte.

Übrigens wird das „a“ in „pasty“ – sofern nicht das Adjektiv gemeint ist – nicht diphthongiert, wie die Sprachwissenschaftlerin sagt. Das bedeutet, man hört nicht zwei unterschiedliche Vokallaute wie beispielsweise bei dem „a“ in „frame“, sondern nur einen kurzen, zwischen dem deutschen „ä“ und „e“ liegenden Monophthong wie in „that“. Es heißt also [ˈteɪstiː ˈpæstiː] und nicht [ˈteɪstiː ˈpeɪstiː].

Ob Mono oder Di, alle pasties bei Dan und Paul und ihren supernetten Mitarbeitern schmecken wunderbar! Wahlweise kann man die leckeren Stücke auch zum Selbstbacken mitnehmen. Und mit dem Catering-Angebot ist die nächste Briten-Party gesichert. Wer noch mehr sehen und hören will, kommt hier auf den Geschmack. Bingo! Nächste Woche mehr dazu

Der Pommes-Buddha sagt: Kornische Pastetchen sind mir die liebsten!

> Audioversion