Die Kürbispolizei

skull, jack-o-lantern and text happy halloween in a chalkboard

Als ich im September 1999 in einem Kaufhaus in Paris das erste Mal Halloween-Dekoration als Kaufartikel sah, dachte ich, sieh‘ mal an, jetzt ist dieser Brauch also endgültig auch nach Europa übergeschwappt. Damals kannte man Halloween vornehmlich aus amerikanischen Filmen. Etliche Halloween-Partys später scheinen die damit verbundenen Bräuche nun auch in Deutschland flächendeckend Einzug zu erhalten. Doch woher kommt Halloween eigentlich?

Das Wort Halloween, da ist sich die Literatur einig, geht zurück auf All Hallow’s Eve, den Abend vor Allerheiligen. In unterschiedlichen Quellen finden sich unterschiedliche Erklärungen des Ursprungs von Halloween. Man kann wohl davon ausgehen, dass es sich um einen keltischen Brauch handelt, durch den am letzten Tag des keltischen Jahres, dem 31. Oktober, böse Geister vertrieben werden sollten.

Dieser Brauch war besonders in Irland verbreitet, von wo aus ihn die Gründerväter in die USA einführten und dort die mit ihm verbundenen Rituale weiter entwickelten. In der zeitgenössischen Ausprägung dieses Brauchtums steht in Nordamerika das sogenannte trick-or-treating im Mittelpunkt. Das bedeutet, dass Kinder, wie u. a. aus dem Film E.T. – Der Außerirdische bekannt, in möglichst gruseligen Kostümen von Haus zu Haus gehen und nach Süßigkeiten (treats) fragen. Wer nichts gibt, dem wird ein kleiner Streich (trick) gespielt – beispielsweise der Briefkasten mit Mehl bestäubt oder Ähnliches.

Als Mutter kleiner Kinder habe ich in den letzten Jahren mitbekommen, dass es hier in Deutschland tatsächlich Stadtteile und Wohnviertel gibt, in denen das trick-or-treating bereits Einzug erhalten hat. Dies ist besonders in kinderreichen vorstädtischen Gebieten der Fall, beispielsweise in Frechen-Königsdorf (für diejenigen, die sich im Kölner Umland auskennen). Im Stadtgebiet von Köln habe ich das bisher nicht erlebt.

Ansonsten gibt es in den letzten Jahren vermehrt Halloween-Partys, sowohl öffentliche als auch private. Dies bietet sich besonders deshalb an, weil der darauffolgende Tag, der 1. November, in vielen deutschen Bundesländern ein Feiertag ist. Doch auch in der Kita wird dieses Jahr zum ersten Mal eine Halloween-Party gemacht – wobei es sich um eine bilinguale Kita handelt und einige Erzieherinnen einen amerikanischen Hintergrund haben.

Ähnlich liegt der Fall übrigens in England. Auch dort war Halloween bisher nicht sehr verbreitet, was sich jedoch derzeit ändert.

Was auch immer ihr Halloween vorhabt, legt Euch nicht mit der Kürbispolizei an. Eine Freundin berichtete aus ihrem beschaulichen Kölner Vorort, dass sie im ersten Jahr nach ihrem Zuzug dorthin von einer Nachbarin auf den im Küchenfenster dekorierten Kürbis mit den Worten angesprochen wurde: „Du, so was machen wir hier im Viertel eigentlich nicht.“ Mein Tipp: wegziehen!

Vergnügliches Kostümieren und Kürbismodellieren allerseits!

Der Pommes-Buddha sagt: Ein Kürbis kommt selten allein!

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Mushy speak

Fish and chips fast food

Among the many things that can cause confusion – generally in this world, but in particular to persons like many of yourselves, dear readers, who live in a country where the main language is not their mother tongue – are words that sound the same but mean something entirely different in two languages. Here’s why you should never bring a ‘gift’ to a German home.

 Further to what has been discussed in “Gute Fahrt, Mr Krabs!” a while back, I would like to take you on another little stroll through the maize of acoustic pitfalls between English and German. Let the following tales be a gentle warning to any unsuspecting Yorkshire dinner guest.

One of my office mates, a sound engineer, once told me that she was involved in designing and naming a new mixer console, which was to be marketed globally. All was well, the hardware had been assembled to all the international stakeholders’ content, alas a suitable product name was to be found. The Germans came up with a name that sounded entirely unconspicuous, even professional, to the ear of a German sound mixer. The Americans, however, emmed and erred about the name, saying it didn’t quite work for them, without being too explicit. The Germans, had no idea what was wrong with the name they had so carefully concocted, until someone eventually took pity and explained what Uranus sounds like in American English (‘your anus’). (Oh, hello, Austin Powers!)

Another anecdote takes us to the north of England, where a fellow German has dinner with his English girlfriend and her mother. They are having a take-away from the local fish-and-chip shop – cod, chips, mushy peas, the whole shebang. So, with a northern accent, the mother asks the prospective son-in-law, ‘You like mushy peas?’ His face drops. What did she just ask me? Surely, she can’t have said ‘Do you like Muschi …?’ Muschi, you see, is like ‘pussy’ in English. It could just be a cat, but to the average adult it’s female genitals.

Well, and of course you may bring gifts to a German home, just don’t say ‘Das ist ein Gift’ or something, as Gift in German means ‘poison.’ Which reminds me of a very common brand of children’s bicycles in Germany, PUKY (pronounce: ‘pookie’, with a short ‘oo’ sound, or [ˈpʊki]). It’s a made-up word with no particular meaning, and, of course, it sounds nothing like throwing up in German.

So, here you are, just be careful what you say (or hear) … and enjoy dinner with your in-laws!

The Pommes Buddha says: I have a Master’s from FU Berlin.

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