Tawhydee

Bus rural Australia

Ich werde nie vergessen, wie ich das erste Mal in Australien in einen Bus stieg. Ich war Mitte Zwanzig, hatte in den Studiengängen Dolmetschen und Übersetzen Englisch studiert und schon einige Zeit als Übersetzerin gearbeitet. Man könnte sagen, ich war des Englischen mächtig. Als ich mich nach dem Fahrpreis erkundigte, hörte ich nur „tawhydee“. Das musste eine Zahl sein. Aber welche?

Dialekte stellen nicht nur Touristen und diejenigen, die ohnehin nicht firm in einer Sprache sind, regelmäßig vor große Herausforderungen, sondern auch Sprachprofis.

Es gibt Akzente, die einem nicht liegen. Indisches Englisch zum Beispiel kann eine große Herausforderung sein. Zum Glück arbeitet man als Dolmetscher immer zu zweit. Dies dient nicht nur der körperlich-geistigen Regeneration, sondern stellt auch sicher, dass in Notsituationen einer für den anderen einspringen kann.

Doch nicht nur native Akzente bereiten Probleme. Gerade das oft unterschätzte Englische wird bei internationalen Veranstaltungen gerne als Lingua franca genutzt und somit häufig von Nicht-Muttersprachlern gesprochen. Dabei wird angenommen, es vereinfache die Kommunikation, wenn alle dieselbe Sprache sprechen, doch nicht selten ist das Gegenteil der Fall. Konfrontiert mit so manch deutschem Akzent oder Satzbau verstehen all diejenigen, die des Deutschen nicht mächtig sind, dann nichts mehr – einschließlich Englisch-Muttersprachlern.

Aber was macht man als Dolmetscher, wenn man kein Wort versteht? In Dolmetscherkreisen kursiert der urbane Mythos über einen Kollegen, der einst eine englische Tischrede eines chinesischen Delegierten zu dolmetschen hatte. Der Redner begann zu sprechen, und schnell wurde klar, dass er kein Wort Englisch konnte und versuchte, die Rede phonetisch abzulesen. Die Anwesenden schauten sich betreten an. Niemand verstand auch nur ein Wort. Dann war der Dolmetscher an der Reihe. Er stellte sich vor die Gruppe und hielt eine beeindruckende Rede über die deutsch-chinesischen Handelsbeziehungen. Am Ende gab es Applaus und Dank und alle waren zufrieden. In einem ruhigen Moment kam einer der höherrangigen Delegierten der deutschen Seite auf den Dolmetscher zu und beglückwünschte ihn zu seiner Leistung – er selbst habe kein Wort verstanden und es sei ihm ein Rätsel, wie dies dem Dolmetscher gelungen sei. Was niemand ahnte, war, dass der Dolmetscher auch kein Wort verstanden hatte. Er hatte auf sein durch Vorbereitung und Erfahrung erworbenes kulturelles und politisches Hintergrundwissen zurückgegriffen und schlicht improvisiert, um den chinesischen Delegierten nicht bloßzustellen.

Zum Glück kommt es äußerst selten vor, dass wir als Dolmetscher nichts verstehen. Zum Einen beugen wir vor, indem wir unser Ohr gern und täglich an immer neue Akzente und Dialekte gewöhnen. Zum Anderen ist es nicht unbedingt notwendig, jedes einzelne Wort zu verstehen, da man mit der Zeit lernt, vortrefflich zu antizipieren. Oft genug weiß man also schon vor der Rednerin selbst, was diese sagen wird, und kann vermeintliche Lücken recht gut füllen.

Zurück zu „tawhydee“. Am ehesten konnte ich mir vorstellen, dass es twenty hieß. Aber zwanzig Dollar war zu viel. Vielleicht zwei Dollar zwanzig? Die legte ich hin. Die Busfahrerin schaute mich immer noch wie versteinert an und wiederholte: „Tawhydee!“ Also legte ich noch einen Dollar dazu. Ich bekam zwanzig Cent zurück. Ah! Two-eighty! Zwei Dollar achtzig!

Und hier findet Ihr eine schöne Auswahl britischer Akzente zum Üben: http://www.weloveaccents.co.uk/.

Nächste Woche geht’s um ein deutsches Phänomen.

Der Pommes-Buddha sagt: Gut präpariert ist halb verstanden.

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The name

Two businesspeople in office with a handshake.

At times, the smallest word can make a world of difference. We’ve looked at the indefinite article before (‘Ich bin ein Berliner’). Today, let’s look at the power of the definite article. Not thrilled? Wait ‘till you meet Birgit!

Imagine you’re a Brit who’s just moved to Germany. On your first day at work, you meet the colleague with whom you’re going to share an office. She smiles at you, extends her right hand and says, ‘Ich bin die Birgit.’ The Birgit??? What Birgit? ‘If she’s the Birgit, why have I never heard of her before,’ you will rightly wonder.

To all other readers, whose native language is not English, it’s helpful to know that, in certain contexts, the definite article can equal a label of universal significance. It denotes something or someone of which or whom there is only one at a time in the world. Like the Dalai Lama, the Pope or the Pommes Buddha.

In colloquial German, however, it is rather common to place the definite article in front of a name. This conveys an air of, often anticipated, familiarity. It makes the situation more casual and the other person feel more at ease. You would never siezen die Birigt. (Compare the once-popular song Ich bin der Martin ‘ne.)

It’s not compulsory, of course. Many Germans use their name without an article. This can be confusing if the name of the person introducing herself sounds like it starts with a definite article. If you hear, ‘Ich bin Dilara,’ you may identify it as die Lara. The same is true for Diana (die Jana).

By the way, the pronunciation of the in English (/ðə/ vs /ði/) is largely a matter of emphasis. To lend special weight to a word, say /ði/ (‘thee’), otherwise /ðə/ (‘tha’).

The variant /ði/, however, is also used whenever the subsequent noun starts with a vowel sound (ocean, end, internet ‒ but not year, ewe or Europe because the starting sound in all these cases is /j/).

In these cases, the indefinite article, too, changes from a to an. In this respect, I love the grammatical consistency of Cockney, the London accent. Londoners drop the letter h at the beginning of virtually every word, turning words such as history, hotel, house etc. into words beginning with a vowel sound. Consequently, they say an ‘ouse instead of a house. That’s just brilliant!

So, here’s a new entry for your book of the most German phrases ever. Next time you want to come across particularly German, just say, ‘Aber der Dieter hat gesagt, ich soll das so machen!’

Next week let’s meet a very special Australian bus driver.

The Pommes Buddha says: My favourite band? The The. The who? No, The The.

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Radiokult

Vintage red radio receiver on wood table. Wallpaper 3d

Wann immer ich in England die Familie besuche, stelle ich fest, dass dort zu Hause permanent das Radio läuft. Ich habe den Eindruck, die Briten sind besessen vom Radiohören. Aber ist da wirklich was dran? Drei Thesen zum deutschen und englischen Radiokonsum.

These 1: Die Briten hören mehr Radio als die Deutschen.

Stimmt nicht. Die Zahlen verblüfften mich. Wie man auf der Webseite der Radiozentrale verfolgen kann, hören seit Jahren konstant gut drei Viertel aller Deutschen im Alter über 10 Jahre täglich Radio, und zwar im Durchschnitt 189 Minuten pro Kopf.

Die entsprechenden von der britischen RAJAR erhobenen Daten sind zwar nicht direkt vergleichbar, da hier nach Radiohören pro Woche gefragt wird (90 % der über 15-Jährigen). Die durchschnittliche Hördauer beträgt jedoch derzeit in UK rund 21 Stunden pro Woche, liegt also mit etwa 3 Stunden täglich sogar knapp unter dem deutschen Durchschnitt.

These 2: Das britische Radioprogramm ist abwechslungsreicher als das deutsche.

Nun, hierzu gibt es selbstredend keine belastbaren Daten. Schaltet man jedoch die großen regionalen Sender wie SWR 3 und WDR 2 ein, so drängt sich der Eindruck auf, dass die deutsche Radiolandschaft sich nicht gerade durch Abwechslung auszeichnet. Gespielt wird, so scheint es, jeden Morgen dasselbe Musikprogramm: gefühlt vier oder fünf Hits aus den Charts, die sich nachgerade stündlich wiederholen, und ansonsten nur The Pet Shop Boys und Dido.

Einst war ich großer Jazzradio-Berlin-Fan. Während ich beim Einzug meine Altbauwohnung in Tiergarten strich, divertierte mich der Sender den ganzen Tag. Ich war begeistert von einem wilden Ritt durch Stile und Epochen. Doch selbst Jazzradio Berlin spielt mittlerweile vorwiegend Hammond-Orgel-Easy-Listening.

Nach einer bisher vergeblichen Suche nach einem Sender, der gute Musik mit interessanten Wortbeiträgen abwechselt und ansprechend präsentiert, habe ich also resigniert und höre hauptsächlich Radio aus England. Hier gibt es mehr Auswahl. BBC Radio 2 wartet zum Beispiel mit einer nette solchen Mischung auf. BBC Radio 4 bietet kaum Musik, dafür aber niveauvolle Comedy-Sendungen (The Now Show), ein Radio-Äquivalent von FrauTV (Woman’s Hour) und Talksendungen mit verschiedensten Facetten (Desert Island Discs). Überdies werden viele BBC-Radiosendungen von bekannten Fernsehmoderatoren präsentiert. Man hat das Gefühl, die Radiolandschaft ist lebendiger als hier in Deutschland.

Die Frage ist, geben sich die Deutschen mangels Alternativen mit einem Mainstream-Berieselungsprogramm zufrieden oder hören sie so viel Radio, weil ihnen das Angebot tatsächlich gefällt?

Den Versuch einer Antwort liefert Ulrich Stock auf ZEIT ONLINE mit einem auch heute noch aktuell wirkenden Artikel aus dem Jahr 2007, der passend Rettet das Radio heißt. Dort wird man auch mit neuen Ideen gefüttert, wo’s noch Gutes zu Hören gibt.

These 3: Radio-Hörspiele sind im Vereinigten Königreich beliebter als hierzulande.

Über Anteil und Beliebtheit von Radiospielen konnte ich leider nichts in Erfahrung bringen. Mir scheint, dass sie im öffentlich-rechtlichen britischen Radioprogramm einen hohen Stellenwert haben. Die Hörspielserie The Archers beispielsweise läuft auf BBC Radio 4 seit 1950, mit aktuell unglaublichen mehr als 17.500 Folgen. In Deutschland hingegen findet man Radiospiele kaum.

Radio 4 ist übrigens für ein weiteres Phänomen bekannt: den Seewetterbericht (The Shipping Forecast). Dieser hat durch die repetitive Aneinanderreihung von Orten, die viele Hörer als meditativ bezeichnen, absoluten Kultstatus inne und ist aus der britischen Radiolandschaft nicht wegzudenken. (Mehr dazu auf Wikipedia.)

Nächste Woche sehen wir uns ein kleines Wörtchen näher an.

Der Pommes-Buddha sagt: Die Radiologie ist eine oft unterschätzte Wissenschaft.

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You can say ‘you’ to me

question sprechen sie deutsch? do you speak german?

When my English husband first learned German, he told me time and again of his dilemma to choose between the formal Sie and the informal du when addressing someone. To his great disappointment, I was unable to offer him a clear-cut set of rules. Let’s look at some examples and try to find out more …

In Germany, the default, I think is fair to say, is siezen while using Herr/Frau and the person’s last name. Children and youngsters should address most people older than themselves using Sie. As an adult, you use Sie with most other adults, unless you know them better or if you are among a group of people which make a point of being laid-back, such as TV producers, PR managers and almost everyone in Cologne, or comradely, such as metal workers’ unionists. It may suffice simply being in the same place as those people, for example at a hip bar, Brauhaus, trendy shop etc.

If you do your grocery shopping at a large supermarket, even in Cologne, you would normally siezen the person at the till, and he would siezen you back, unless you are a minor.

Let’s look at some examples of the most common usage of formal and informal address in British English and German. (Note that there are, of course, regional, local and even individual varieties.)

Person British English German
Boss You + first name Sie (Herr/Frau + last name) / in some cases: Du (first name)
Colleague You + first name Sie (Herr/Frau + last name) / Du (first name)
Judge in court You + My Lord / My Lady Sie (Herr/Frau Vorsitzende(r))
Shop assistant You (+ first name if known) Sie (Varies according to region and trendiness of venue!)
Waiter/waitress You (+ first name if known) Sie (Varies according to region and trendiness of venue!)
A friend’s parents whom you meet for the first time You + Mr/Mrs + last name Sie (Herr/Frau + last name)
School teacher addressing you (age 16+) You + first name Sie (to be agreed between teacher and students: either ‘first name’ or ‘Herr/Frau + last name’)

 

Dear Germans, may I please point out that the fact that English businesspeople are on first-name terms with each other does not mean that you would automatically duzen them in German.

What the German Sie and the English you have in common is that they have no grammatically correct plural form. If you wish to formally address several people in German, you have to say something along the lines of Sie alle. Speakers of the English language in some regions of the world have come up with colloquial varieties of you to mark the plural, such as y’all (regional US American), youse (Ireland, Australia), you guys (originally US American but now widely used elsewhere too).

When one is on Sie terms with a German, as a rule, the older person would normally offer to change over to the informal address at some point. This may be accompanied by some type of ritual. It used to be common to go through the motions of Bruderschafttrinken, consisting of the following steps:

  1. Linking arms with, while sitting opposite, each other and taking a sip from your own glass;
  2. Kissing (yes, smack on the lips!);
  3. ‘Introducing’ yourself formally by your first name.

These days, this custom is pretty out-dated, at least in standard situations. The normal thing would be for the person offering the changeover to say something like, ‘Wir können ruhig ‘du’ sagen,’ and then to introduce herself again, even if you know her first name already, and even if she knows you know it. She may say, ‘Ich bin (die) / Ich heiße + first name’ or simply say just her first name.

There is an intermediate step between formal and informal in German, but it is not very widely used, i.e. using Sie in combination with a person’s first name. I’m sure the Knigge has rules for this.

If in doubt, use the formal address and let the other person initiate any changeovers. If nothing else, Sie is way easier to use, as the 3rd-person plural verb is identical with the infinitive, e.g. gehen: ‘Gehen Sie schon?’

Read more on this topic here.

Next week we’ll indulge in some easy listening.

The Pommes Buddha says: One for du and one for Sie.

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Glücksrad

Fahrradweg

England ist das Land der … Was fällt einem da spontan ein? Dichter und Denker? Sicherlich. Romantischen Gärten? Durchaus. Radfahrer? Ganz bestimmt nicht. Doch neulich traute ich meinen Augen kaum, sah ich auf der Insel doch einen Menschen sich auf einer Landstraße auf einem Fahrrad fortbewegen. Ein Zufall?

Rührend war, dass dieser Mensch genau so aussah, wie mein englischer Ehemann deutsche Trekking-Urlauber beschreibt: heillos überausgerüstet. Man hatte jedenfalls den Eindruck, dass hier der Drahtesel nicht zweckmäßig als Fortbewegungsmittel eingesetzt, sondern vielmehr als Sportgerät genutzt wurde.

Das Fahrrad als Vehikel wird jedoch auch in England beliebter. Der Londoner Oberbürgermeister Boris Johnson, der sich in seiner Heimat selbst immer wieder gern als passionierter Radler inszeniert, eröffnete Ende 2015 die erste britische Radfahrer-Autobahn.

Ah, die Autobahn – Schauplatz so manchen Emotionskontrollverlusts! Im Englischen gibt’s den wunderbaren Ausdruck road rage (Lehnwortalarm!). Wer wie ich jüngst das Buch The Chimp Paradox von Steve Peters gelesen hat, wird aus Kräften versuchen, es nicht persönlich zu nehmen, wenn ein Bergheimer BMW mal wieder den Fahrradweg mit der Rechtsabbiegespur verwechselt … Oooommmmm! (Peters sagt auch, man soll nicht in Stereotypen denken.)

Aber road rage funktioniert natürlich auch umgekehrt (Diese rücksichtslosen Radfahrer!) oder gar innerhalb der eigenen Sippe. Ich fahre am liebsten hinter verantwortungsbewussten Radfahrern, zu erkennen an Helm und Warnweste, und denen, die nichts dem Zufall überlassen, zu erkennen an dem zusätzlichen Regenschutz auf dem Fahrradhelm. Da sind keine unvorhergesehenen Bewegungen zu erwarten.

Zum Bürgerkrieg unter Radfahrern gibt es ein Schmankerl aus dem coolen New York. Obgleich diese Stadt für Radfahrer wieder ganz anders tickt, passen die Kategorien unterschiedlicher Radler-Archetypen, die der Bike Snob in diesem sehr unterhaltsamen Artikel umreißt, meiner Meinung nach wunderbar auf die meisten Großstädte dieser Welt.

Übrigens, ein super Fahrrad-Reparaturladen in Köln ist Portz am Ring. Freundliche Mitarbeiter, faire Preise, super Service, zentrale Lage.

Und nächste Woche kommen wir den Siezern auf die Spur.

Der Pommes-Buddha sagt: Ein Rad kommt selten allein.

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Magnum in distress

Microphone And Singer

As most of you know, in Germany films are dubbed (see “An mein Ohr kommt nur Wasser und O-Ton”). So on TV and in most cinemas, Daniel Craig and Jennifer Lawrence speak German while their lips form English words. But of course, this being Germany, voice-overs are not services purchased randomly for each film project. No, there is method in this madness. Read on and see for yourself what this entails and why Herr Lehmann is not just a good book.

Each popular American and English actress has her very own German voice, i.e. she is usually dubbed by one and the same voice-over artist in whatever film or series she stars. Voice-over artists may have several actors, but each actor generally has one voice-over artist and thus a recognisable German voice.

Consequently, Germans, unless they are either proper cinema aficionados or interpreters and watch every film in its original version, would never recognise, say, Sean Connery by his real voice.

On the other hand, who’d expect that the unsuspicious-sounding name Manfred Lehmann belongs to the German voice of not only Bruce Willis but also Dolph Lundgren, Gérard Depardieu and Kurt Russell, among others?

As for animated films, the UK, in its own productions, and Germany both make it a crucial part of a film’s PR to use famous actresses and actors for voice-over. For example, the little snowman Olaf in Frozen is spoken by German ‘household-name’ comedian Hape Kerkeling. And UK-produced films such as Arthur Christmas or Flushed Away feature celebs such as Hugh Laurie, James McAvoy, Hugh Jackman and Kate Winslet.

Sometimes, well-known voices can play tricks on you. Do you remember the American TV series Magnum, P.I.? A friend of mine knows a guy who works as a handyman for a film production company. One day, that guy comes home to find an answerphone message by Tom Selleck’s German voice saying, “Hey, Andreas, I have some computer trouble. Could you please give me a ring”? How cool must this Andreas be if Magnum calls him for help!

So voices can definitely leave quite an impression. As an interpreter, I’m very aware of that. Try my podcast to see if you like this text being read to you.

And now get in gear for next week’s road trip.

The Pommes Buddha says: The name is Bond. James Bond.

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Kneipentour

Glass of dark beer with candle in pub setting

Habt Ihr schon einmal bemerkt, dass, wo immer man sich in der Welt bewegt, Kneipen immer ein scheinbar vom Rest des öffentlichen Lebens getrennt funktionierender Kosmos sind? Auch wenn man durchschaut, wie die meisten anderen Gesellschaftsbereiche eines Landes funktionieren, wird man doch oft von den ungeschriebenen Gesetzen beispielsweise eines Pubs überrascht. Wie bestellt man also ein Bier in England?

Im Vereinigten Königreich gibt es in Kneipen, genannt pubs (kurz für public house), keine Bedienung an den Tischen. Man geht an die Theke und bestellt. Meist gibt es eine Auswahl mehrerer Biere vom Fass (draught / on tap) sowie ein bis zwei Sorten cider (Apfelwein). Manche Biere (oft die sogenannten ales) werden bei Raumtemperatur getrunken. Alles vom Fass gibt es als pint (knapp 500 mL) oder als half (pint). Ein Bier mit Limonade (in Deutschland je nach Region „Radler“ oder „Alster“) heißt shandy. Man bezahlt gleich an der Theke und setzt sich dann an einen freien Tisch.

In Deutschland kann man in der Regel annehmen, dass in allen Gastwirtschaften, also Restaurants und Kneipen, am Tisch bedient wird. Das Angebot der Biersorten unterscheidet sich regional und reicht von Weißbier bzw. Weizenbier über Pils bis hin zu Kölsch (Köln) und Alt (Düsseldorf), wobei jedes Bier in einem anderen Glas und in anderer Menge serviert wird. Das Kölsch wird in sogenannten Stangen (200 mL) ausgeschenkt. In Brauhäusern ist es Usus, dass ein leeres Glas automatisch durch ein volles ersetzt wird. Will man kein weiteres Kölsch, so legt man seinen Bierdeckel auf das Glas.

Im britischen Pub ist es üblich, so man in einer überschaubaren Gruppe unterwegs ist, dass reihum jeweils einer eine Runde holt. Scheint dies logistisch unpraktisch oder zu teuer, weil es zu viele Gruppenmitglieder sind, so wird oft vorgeschlagen: „Shall we go Dutch?“, das heißt, jeder holt und zahlt sein eigenes Getränk.

An Karneval, wenn die Kölner Kneipen so voll sind, dass Tischbedienung nicht mehr möglich ist, wird das englische System übernommen. Man zahlt an der Theke und holt normalerweise gleich eine ganze Runde. Dazu kann man beispielsweise einen Kranz (siehe Kölsch-Knigge auf der Webseite der StäV) oder einen Meter Kölsch bestellen. (Mehr zur kölnischen Kultur auf www.koeln-lese.de.)

Wenn man im Pub Essen bestellt, tut man dies ebenfalls an der Theke, bezahlt es dort und erhält dann meist einen Gegenstand mit einer Nummer darauf. Das Essen wird an den Tisch gebracht, wobei die Bedienung den richtigen Tisch anhand dieser Nummer identifiziert.

Übrigens, ein kleiner Exkurs ans andere Ende der Welt: In Australien steht auf Pubs oft Hotel. Auf Hotels steht aber auch Hotel. Also Vorsicht: Nicht jedes hotel hat auch tatsächlich Zimmer zu vermieten. „Eine Runde spendieren“ oder „einen ausgeben“ heißt im australischen Englisch (und nur dort!) to shout. Man hört dort also oft „My shout!“ oder „Can I shout you a drink?“

Für die Nachlese zur englischen Kultur empfehle ich auch an dieser Stelle gerne wieder Kate Fox’ Buch Watching the English. The Hidden Rules of English Behaviour. (Siehe Links.)

Das war’s mit unserer kleinen Kneipentour (Englisch: pub crawl). Weiter geht es nächste Woche mit Stimmen aus dem Off.

Der Pommes-Buddha sagt: Das letzte Kölsch war schlecht.

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Germans are everywhere

hiking in the mountains

During my time in Australia, some of which I spent travelling around the country, I realised that there’s no escape. I was picturing a secluded part of the world, literally the furthest away from my home country, where I would be left in peace and have a chance to immerse myself into a different culture, completely unfettered by my roots, for a while. But no!

Not only did I not feel secluded at all because, obviously, there was e-mail and Skype – and even people on the telephone in Europe sounded like they were just around the corner. But also, wherever I went, on every last bloody jeep safari into the remotest part of the bush, I would bump into fellow countrymen and women.

Germans do like to travel. The World Tourism Organization UNWTO says that until 2011 Germans were the world champions of travelling, at least based on the money spent in tourism.

Whenever my English husband and I are hiking abroad, he takes mischievous pleasure in a little pastime he calls Spot the German. Having trotted the odd part of the globe, he says you can always recognise Germans by their top-notch, super-organised equipment. And by their Jack Wolfskin coats – which, he assumes, will expand into a fully-equipped tent or ready-to-use canoe at the hassle-free pull of a strap.

I was surprised to hear he’d never heard of Jack Wolfskin before going backpacking. I thought it came from some English-speaking country, but it is actually a German brand.

‘You would never see a German on a hiking trail just wearing a pair of old trainers,’ says Mr K. Yes, we like to be prepared. That makes us feel safe. And when we’re prepared and feel safe, most of us will be in the right mindset to actually let our hair down.

When I went on a trekking tour in Tasmania, I was incredulous at one Irish girl wearing trainers. It did say on the equipment list that rain and mud were to be expected. And this poor girl ended up with very, very, very wet feet, while my feet were nicely dry and snug in my Meindl leather boots. Sometimes it’s nice to be German.

But, oh, what woe if we fall prey to imponderabilities! Imagine … ‘Liebling, I’ve lost my Swiss Army knife. Go, go, you can make it without me!’ – ‘But Schatz, I think we’ll be fine. It’s only the Cologne Zoo cable car.’

Now get your pickaxe, coz next week we’re going on a pub crawl.

The Pommes Buddha says: When in doubt, ask a German. (There’ll probably be one right next to you.)

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Tatort: Großbritannien

detective story concept

Krimi-Serien erfreuen sich seit jeher großer Beliebtheit. Das Vereinigte Königreich wartet mit einem breiten Repertoire auf, das einem heterogenen und anspruchsvollen Publikum gerecht zu werden weiß. Neben der mit Liebe zum Detail inszenierten und großartig adaptierten Neuverfilmung der Sherlock-Holmes-Romane („Sherlock“), die seit 2012 über britische Fernsehbildschirme flimmert und längst auch in Deutschland Einzug erhalten hat, lohnt sich ein Blick an die englische Südküste.

Der Blick geht nach Broadchurch in Wessex. Broadchurch? Nie gehört? Na ja, so manchen englischen Ortsnamen hat selbst der Brite nie gehört. Doch bei Broadchurch handelt es sich in der Tat um einen fiktiven Ort. Und „Wessex“ klingt, analog zu „Essex“ und „Sussex“, vollkommen logisch nach einer Region in England – ist es aber nicht. „Erfunden“ hat Wessex der englische Schriftsteller Thomas Hardy. Nun wurde diese Grafschaft für das britische Fernsehen wiederbelebt.

Broadchurch ist der Name einer britischen TV-Serie, deren dritte Staffel derzeit in Arbeit ist. Die Geschichte beginnt wie so mancher klassische Kriminalfall mit einem Mord in einem kleinen Städtchen, in dem jeder jeden kennt und zahlreiche Verdächtigungen hin‑ und hergehen.

Zugegeben, man muss über so manche inhaltliche Schwäche hinwegsehen können – wer’s zu genau nimmt, wird die Stärken des Werks nicht genießen können. Gelingt es einem jedoch, sich auf die Geschichte einzulassen, so wird man mit fesselnder Spannung und fulminanten Twists belohnt.

Auffallend ist bei vielen neueren Serienproduktionen eine ungewöhnlich kreative Kameraarbeit. Allein durch Kameraführung, Detailaufnahmen, Zeitlupen etc. wird eine packende Atmosphäre geschaffen. Die Umgebung verkörpert gewissermaßen eine eigene Figur des Stücks.

Gegenüber dem Medium Spielfilm hat die Serie natürlich den großen Vorteil (der in zeitgenössischen Produktionen seit etwa einem Jahrzehnt als eines der wichtigsten dramaturgischen Mittel tatsächlich genutzt wird), dass die Figuren erheblich komplexer entwickelbar sind. Als legendär zu nennen ist in diesem Zusammenhang die US-amerikanische Serie Breaking Bad – kaum zu übertreffen an dramaturgischer Raffinesse und Figurentiefe. Wie neulich in einem Gespräch mit Familie und Freunden alle, die die Serie gesehen haben, einstimmig feststellten, gibt es, serienhistorisch aber auch schlicht im Rezipientenleben, eine Zeit vor Breaking Bad und eine Zeit nach Breaking Bad.

Ach, es gäbe so viel zu dieser Serie zu sagen. Breaking Bad ist überall. Genau wie die Deutschen. Aber dazu mehr nächste Woche.

Der Pommes-Buddha sagt: Ein Leben ohne Serien ist möglich, aber sinnlos.

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Mogelpackung

Zitronen

Last week, we looked at ‘squeaky bum time’ as a potential candidate for a loan word in German. The beautiful German word ‘Mogelpackung’ would be an excellent choice for a loan word in other languages. What exactly is a Mogelpackung and what does it have to do with citrus fruit?

Recently, I heard a programme on BBC Radio 4 about excessive packaging of ordered goods. One customer complained, for example, that she had been sent one bottle of nail varnish in a box that was big enough to accommodate a large TV set. ‘The Germans,’ said one of the presenting journalists, ‘have invented a nice word for it: Mogelpackung. It means “deceptive packaging.”’

According to the German spelling bible Duden, the word ‘Mogelpackung’ refers to feigning a larger quantity of content than the package actually contains. This is commonly used for product packaging on supermarket shelves. So the term may also refer to hoodwinking customers into paying more for a product.

Along with schummeln, mogeln is a somewhat old-fashioned verb meaning ‘to cheat.’ When we were children, my nan used to warn us against mogeln or schummeln during a nice round of Mensch Ärgere Dich Nicht, the godmother of German board games.

At any rate, Mogelpackung is a wonderful word. You can also use it in a figurative sense, for example if government reforms or bills don’t live up to the electorate’s expectations – or even in personal relationships (‘Der Typ war ‘ne echte Mogelpackung!’).

There is another German expression for the same phenomenon. You can say ‘Außen hui, innen pfui’ – meaning something is ‘wow!’ on the outside and ‘phooey!’ (American English ‘yuck!’) on the inside.

The first English expression that came to my mind in this context was ‘bad apple.’ It equally denotes something that turns out to be lousy without showing any sign of lousiness at first sight. However, ‘bad apple’ contains a rather comprehensive and general devaluation, similar to a schwarzes Schaf (‘black sheep’) in German.

And then there’s the lemon. ‘Lemons’, however, are more specific and often refer to cars with hidden faults.

A search for Mogelpackung on dict.cc yields paraphrases such as ‘bluff package,’ ‘misleading packaging’ or the above-mentioned ‘deceptive packaging.’ But there is no true equivalent in English. So, dear Brits, how about the German Mogelpackung?

To those of you who would like to know more about German loan words in other languages, I recommend the diverting blog From Auspuff to Zeitgeist by my dear colleague Birte Priebe.

Next time, let’s find some good apples for a change.

The Pommes Buddha says: When life deals you lemons, make lemonade.

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