Der Preis ist heiß

Football ticket card modern design. Vector illustration

Der deutsche Fußball ist in letzter Zeit in aller Munde. Die Nationalelf wurde jüngst Weltmeister, Bayern München startet wieder einmal durch, und nun, neuerdings, bröckelt die Fassade des unantastbaren Kaiser Franz. Während andere über Skandale und schockierende Ereignisse hinter den Kulissen berichten, wollen wir uns an der Basis die angenehmen Seiten des Daseins als Fußballfan in Deutschland anschauen.

Als Bayern München neulich in der Gruppenrunde der Champions League auswärts gegen Arsenal spielte (übrigens heißt es nicht, wie die deutsche Berichterstattung nicht müde wird zu titulieren, Arsenal London), machten die Proteste der Münchener Fans über Ticketpreise in England Schlagzeilen. Die BBC Sport-Webseite berichtet, dass Arsenal mit einem Dauerkartenpreis von 2.013 £ (ca. 2.875 €) der teuerste Club der Premier League sei. Das günstigste Dauerticket liege bei 1.014 £ (ca. 1448 €). (Bei Bayern kostet das teuerste bzw. günstigste Jahresticket laut Webseite 750 € bzw. 140 €.)

Seit Jahren diskutiert man auf der Insel hitzig darüber, dass der Sport sich weg von einem Breitensport und hin zu einem Elite-Ereignis entwickelt, bei dem nicht eingefleischte Fans, sondern desinteressierte Geschäftsleute das Publikum geben. Selbst die günstigsten Einzeltickets für ein weniger prestigeträchtiges Spiel liegen so hoch, dass sie sich der kleine Mann und die kleine Frau kaum noch leisten können (siehe auch: http://www.bbc.com/sport/0/football/29614980). Dies mag auch mit daran liegen, dass es seit Hillsborough in UK keine Stehplätze mehr gibt. Hier stellt sich jedoch die Frage, ob es an der Zeit wäre, Fußballtickets öffentlich zu subventionieren. (Wer hierbei nicht sofort an Humphreys gerümpfte Nase denkt, dem empfehle ich grundsätzlich die geniale britische Politsatire-Serie Yes, Prime Minister und insbesondere Folge 6 der zweiten Staffel, The Patron of the Arts.) Für die weitere Lektüre zum Thema schreibt der Guardian Filching from the fans.

Beim 1. FC Köln liegen Ticketpreise übrigens bei 785 €/115 €. Mr K, dessen Herz in seinem englischen Leben für West Ham United schlägt, hat sich mittlerweile und mit großem Vergnügen zu einem Vollblut-FC-Fan gemausert.

Bei einem Stadionbesuch in Deutschland fällt dem geneigten Engländer sofort auf, dass das Bild auf den Zuschauertribünen, wenn nicht geprägt, so aber deutlich durchzogen ist von Frauen und Kindern. Oft gibt es sogar designierte Familienbereiche. Mein englischer Ehemann bezeichnet Deutschland daher gerne als family football-friendly nation. Es gibt bezahlbare Tickets, Stehplätze und man darf im Stadion Bier trinken. Das Paradies auf Erden für jeden englischen Fußballfan!

Und zum Schluss noch ein Tipp für die coolste Fußballsendung, die das deutsche Fernsehen zu bieten hat: Zeiglers wunderbare Welt des Fußballs. Unbedingt gucken (auch für Nichtfußballfans)!

Nächste Woche geht’s um ein Paradies für Deutsche.

Der Pommes-Buddha sagt: Im Stadion sind alle Fans gleich, doch manche sind gleicher als andere.

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The land of Me

Euromnzen auf weiem Hintergrund

Have you ever been to a shop in Britain? It’s lovely. First off, Anglo-Saxons have a natural urge to queue. It’s like the click of a buckle – they snap into place, no elbows or headlocks involved. Just like driving in the UK, it is utterly relaxing (when you’re used to German roads). Also, checkout assistants are usually friendly and will exchange a few words or even banter with customers. You think that’s a given? Here’s your pep talk for shopping in Germany.

German people’s behaviour in public spaces is not exactly one of our flagship qualities. Here’s what it is all about (other than the Hokey Cokey, of course):

1. The non-queue
Don your fighting gear. Germans seem to have an inborn itch to come first. The towel-on-the-deckchair phenomenon is not a myth! My English husband always says, the way to a German checkout is like a Formula 1 race. (Especially when a new till opens – a German will not have you snatch the butter from her bread, as the saying goes.)

Once it’s your turn, know that you’re expected to proceed efficiently. Elderly citizens idly counting their small change will be huffed and puffed at, just as will anyone who doesn’t vacate the packing area soon enough, i.e. in a nanosecond. (Sales assistants may even push your shopping out of the way.)

Oh, and we also don’t do common sense, especially not when it comes to queuing. I’ve tried to use it at several instances, and it ended in arguments each and every time. Picture a counter with two checkouts. What will Germans never do? Form one queue. They will form two queues and join whichever one looks shorter.

If you want to force Germans to form one single file, you need to make them take numbers. This worked so well at post offices in the past that these are now the only places in Germany where the system works (meanwhile even without taking numbers).

2. The Wechselgeldschale
This is a very German phenomenon: people avoid body contact with strangers. So to that end (and possibly to make the process of handing back change more efficient as no waiting for human interaction is required), there are trays for change on almost every German shop counter. The money is placed on the tray instead of in the customer’s hand. And if there is no tray, the change will often be placed on the counter for the customer to pick up.

So now you know what we Germans mean when we complain about our own country as Servicewüste Deutschland, a place deserted of service.

Okay, US-American shop assistants may take it a bit too far to the other extreme. A very dear Irish friend of mine was rather startled when, on leaving a boutique in L.A., she heard the salesperson chirp ‘Missing you already!’ When she turned around in confusion, she saw that the young lady in question hadn’t even lifted her head from whatever she was scribbling. L.A. – so blasé.

Next week, we’ll see what’s really good about Germany.

The Pommes Buddha says: Hooookey Cokey Cokey!

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Wer ist der Typ?

Fireworks over Palace of Westminster

Wer erinnert sich noch an die ziemlich schlechte Fernsehshow Familienduell? Dort hieß es immer: „Wir haben 100 Leute befragt …“ und die Kandidaten sollten raten, welche die häufigsten Antworten waren. Würde der Satz weiter lauten: „… welches Ereignis sie am ehesten mit einem Feuerwerk verbinden“, so wäre die Top-Antwort in Deutschland höchstwahrscheinlich „Silvester“. In dem britischen Pendant Family Fortunes wäre dem sicherlich nicht so …

Remember, remember the fifth of November … so geht ein Gedicht, das an den 5. November 1605 erinnern soll, an dem ein Sprengstoffanschlag auf die Houses of Parliament vereitelt werden konnte. Dieser Tag ist nach dem Hauptverschwörer des Attentats Guy Fawkes Day benannt. Dieser auch Bonfire Night genannte Tag wird im Vereinigten Königreich groß gefeiert.

Das Feuerwerk ist nur eine von vielen mit diesem Feiertag verbundenen Traditionen. Viele Kinder basteln eine große Strohpuppe, die Guy Fawkes verkörpern soll. Mit dieser laufen sie in den Tagen vor dem 5. November durch die Nachbarschaft oder die Innenstadt und bitten um einen „Penny for the Guy!“ Wie so viele englische Bräuche weist auch dieser Parallelen zum deutschen bzw. rheinischen Brauchtum auf. Kölner ahnen es schon: Den Guy aus Stroh ereilt dasselbe Schicksal wie seinen Cousin, den Nubbel. Er wird am Abend in einem großen Feuer verbrannt. (Feuer im November wiederum erinnert an den deutschen Sankt-Martins-Brauch.)

Der geplante Anschlag ging als Gunpowder Plot in die Geschichte ein, da das Londoner Parlamentsgebäude zum Tag des opening of Parliament (Eröffnung der Sitzungsperiode), also unter Anwesenheit der königlichen Familie, durch Entzünden etlicher Pulverfässer in die Luft gesprengt werden sollte. Wer sich eine Erläuterung des Guy Fawkes Day in verständlichem Englisch anhören möchte, sei auf das YouTube-Video von EnglishClass101.com verwiesen.

Einige Ereignisse in The Empty Hearse, der Eröffnung der 3. Staffel der brillanten Miniserie Sherlock, einer modernen Adaption der Arthur-Conan-Doyle-Klassiker um den Privatdetektiv desselben Vornamens, versteht man besser, wenn man die Geschichte um Guy Fawkes kennt. Sherlock ist absolut empfehlenswert – nicht nur, weil es sich um äußerst raffinierte und unkonventionell inszenierte Neuinterpretationen handelt, sondern auch, weil sich hierin viele Anspielungen auf die britische Kultur verstecken.

A propos Kultur: Nächste Woche geht’s darum, wie man sich als Deutscher durch den Alltag bewegt.

Der Pommes-Buddha sagt: Am Tag des Guy gibt’s Böllerei.

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Booty

Sinterklaas . Dutch chocolate figure

If you live in Germany, you may have noticed that, on the evening of the 5th December, children put their boots – or sometimes just one boot – outside their front door. The next morning, these boots can mysteriously be found filled with gifts, such as a fir branch, nuts, tangerines, chocolate and one or two small presents. What is that strange custom, so shortly before Christmas?

The sixth of December is the day when Christians remember Saint Nicholas. He was the Bishop of Myra, who died on that date in the year 343 and was said to have performed various miracles and good deeds. One of the latter, legend has it, was giving presents to three virgins, hence the custom of filling boots with goodies (and telling children that Saint Nicholas did it). This, however, is but one of several assumptions regarding the origin of the tradition.

Der Nikolaus, as he is called in German, may even appear in person – for example in school or at sports clubs. He will come with a bag of goodies and question each child as to whether he or she was good in the past year. And, to make matters worse, St Nicholas may chose to drag along his sidekick Knecht Ruprecht, whose sole raison d’être is scaring the children by threatening to punish the naughty ones with a twig thrashing.

Saint Nicholas is often portrayed not as a bishop but as a hefty man with a white beard in a fluffy red coat. This depiction of Santa Claus, as he became known in the US, or Father Christmas in the UK, gained global ground in the 19th century and was cunningly used and thus made even more popular in soda giant Coca Cola’s advertising campaigns. So, historically, St Nicholas and Santa Claus are identical. In Germany, however, most people will say that der Nikolaus is different from der Weihnachtsmann, the latter bringing presents on 24th December. More on this is to follow nearer to Christmas.

Next week, we’ll remember another important date.

The Pommes Buddha says: Are you all booted up?

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Movember

Mustache

Ja, es ist wieder Herbst. Bald ist Halloween und dann … Movember! Ja, Movember. Nicht November. Also, November auch, aber: Movember – nie gehört? Dann lernt Ihr heute was über eine junge aus den USA stammende PR-Aktion, die sich inzwischen in vielen englischsprachigen Ländern etabliert hat.

„Mann“ trägt ja neuerdings Bart. Als wir vor Kurzem einem Bekannten meines Mannes begegneten und dieser ihn nicht sofort erkannte, erklärte ich, es könne daran liegen, dass er sich seit dem letzten Jahr einen Bart hat wachsen lassen. Darauf erwiderte der Bekannte: „We’ve all grown a beard since last year!“ Stimmt. Seit ganz Hollywood „ja“ zur Gesichtsbehaarung sagt, sind Vollbärte absolut gefragt.

Wer im November allerdings vermehrt Herren mit Schnurrbärten sieht, wundere sich nicht. Einige, die sonst keine Gesichtsbehaarung tragen, rasieren sich im gesamten Monat November die Oberlippe nicht. Andere, die sonst Vollbart tragen, rasieren sich diesen bis auf den Schnurrbart ab. Und das nicht nur, weil’s Spaß macht und oft ziemlich bescheuert aussieht, sondern für einen guten Zweck. Jeder Schnurrbartträger versucht, so viele Sponsoren wie möglich zu finden, die ihm Schmerzensgeld dafür zahlen, einen ganzen Monat lang im Zuhälter-Look herumlaufen und sich gegenüber so manchem Kunden erklären zu müssen. Das so gesammelte Geld kommt dem Kampf gegen Prostata‑ und Hodenkrebs zugute.

Und warum heißt das Ganze Movember? Dieses Kunstwort setzt sich aus dem Monat November und dem englischen Wort für Schnurrbart moustache zusammen. Bros with mos (= brothers with moustaches; „Brüder mit Schnurrbärten“) lautet das Motto.

Mittlerweile geht diese kultige Aktion sogar schon so weit, dass sich auch Frauen anschließen und sich jeden Tag des Monats November mit einem (angeklebten oder ‑gemalten) Schnurrbart zeigen. Die Mo Bros werden von Mo Sistas unterstützt.

Und entzückt stellte ich bei meiner Recherche fest: Es gibt den Movember nun auch in Deutschland! Hier erfahrt Ihr mehr darüber, wie man mitmachen und/oder spenden kann.

Mein englischer Ehemann und seine Kollegen hatten sich übrigens vor zwei Jahren so lächerliche Schnurrbärte wachsen lassen, dass sie sich am Ende des Monats, kurz vor der Schur, in Indianer‑ und Polizeikostümen als The Village People fotografieren ließen. Hei, was für ein Spaß!

Und nächste Woche geht’s nicht um einen Monat, sondern um einen Tag.

Der Pommes-Buddha sagt: Just a mo, bro!

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The Crime Scene

Fadenkreuz

Have you ever asked a German what she does on Sunday night? Try it! A great deal of my fellow countrypeople will say, ‘Sunday night is Tatort night!’ You (and many Germans) may think of it what you will, but you can’t begin to grasp the German psyche without investigating (pun intended) the Tatort (= crime scene) phenomenon. Let’s embark on a somewhat bumpy journey through German television history.

It’s a mystery: along with Dinner for one, Tatort is one of the shows with the highest TV ratings ever, yet many Germans will admit that they don’t actually enjoy watching it all that much. We just grew up with it.

The first Tatort was broadcasted in 1970. The thing that strikes the unsuspecting viewer is that the opening sequence and music have never been changed. You’ll think you’re stuck in a time warp. It’s like Point Pleasant Police Department, only for real. At least the episodes are recent. The concept is based on twenty-odd changing locations around Germany, and sometimes Austria and Switzerland, with the investigation team in each town or city remaining the same. Each 90-minute episode is thus a separate, self-sufficient unit.

Tatort is often criticised for being overly serious and socio-critical and accused of delivering Betroffenheitsfernsehen. Some viewers miss the light-heartedness and tranquility of Cornwall-set British crime series or the tech-savviness and action of the average US series. However, everyone has one or two favourite Tatorte. The witty Tatort Münster, for example, has evolved into something like a cult, with a rating of just short of 13 million and an expansive following, including a number of fan-fiction writers. One of my personal favourites (although I truly rarely ever watch it at all) is the new Tatort Saarbrücken with the divine Devid Striesow. And, historically, one must mention the roughneck Kommissar Schimanski, played by Götz George, who has gone down in TV history.

As it is so controversial, Tatort is ridiculed, worshipped and modified in many ways (just search on YouTube). Some Germans claim they only watch Tatort to follow the simultaneous live tweets online because it is so much fun making fun of it. And German comedian Michael Kessler calls it Tatort-Terror.

The bottom line is: you have to watch at least three different Tatorte before you’re entitled to dismiss the show. And if you don’t get it, you’ve at least learned that German TV is … different.

Let’s hear about how guys (and some girls) make a difference next week.

The Pommes Buddha says: Murder is the best medicine.

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Umlaute und andere Katastrophen

Schreibschrift

Im Deutschen gibt es fünf Vokale: a, e, i, o und u. Das weiß jedes i-Dötzchen. Ganz einfach? Denkste! Zum einen können diese Vokale lang oder kurz, offen oder geschlossen, gerundet oder ungerundet, vorne, zentral oder hinten im Mundraum ausgesprochen werden. Dann gibt es noch die Umlaute, ä, ö und ü, für die dasselbe gilt. Zusammen mit dem Halbvokal y bringt es die deutsche Sprache so auf 15 unterschiedliche Vokallaute (hier eine Übersicht; außerdem empfehle ich zur vertiefenden Lektüre gerne den Blog meines treuen Lesers Cliff, Berg ≠ Burg. get your German right). Aber wer hat schon mal ein „e“ mit Punkten drauf gesehen?

Das sogenannte Trema, tritt dann auf, wenn zwei nebeneinander stehende Buchstaben getrennt voneinander auszusprechen sind. Der Vokal „e“ wird im Deutschen mit einem Trema versehen, um die Aussprache von der der Umlaute in alternativer Schreibung (ä > ae, ö > oe, ü > ue) oder des Dehnungs-„e“s wie beim „langen I“ („Biene“) oder in Ortsnamen wie „Soest“ zu differenzieren. Häufig ist das bei Eigennamen wie Hoëcker (gesprochen Ho-ecker und nicht Höcker) oder Piëch (gesprochen Pi-ech und nicht Piech) der Fall.

Für uns Deutsche verwirrend kann das Trema sein, wenn es bei ausländischen Namen auf den Vokalen a, o und u steht und somit für einen Umlaut gehalten werden kann, wie beispielsweise bei dem Fußballer Agüero (gesprochen Agu-ero).

In meinem Blog-Eintrag „Haare außer Kontrolle“ habe ich mir den Scherz erlaubt, den Pommes-Buddha von „zuën Haaren“ sprechen zu lassen. Dies bildet das umgangssprachliche, oft kindliche, Phänomen ab, dem zufolge prädikative Adjektive („Die Haare sind zu.“) unsachgemäß in attributive Adjektive („zue bzw. zuë Haare“) umgewandelt werden. Liebe Nicht-Muttersprachler des Deutschen: „Zuë Haare“ bitte nicht im Einbürgerungstest verwenden! Oder, um eines der deutschen Lieblingswörter vieler Nicht-Deutscher zu verwenden: Zuë Haare sind verboten! (Ein weiteres für die Linguistin schier unerträgliches Phänomen wird in Bastian Sicks übrigens sehr empfehlenswerter Zwiebelfisch-Kolumne beschrieben: die Adjektivierung.)

Übrigens, für diejenigen, die denken, Englisch sei eine einfache Sprache: Das Englische bewegt sich um etwa 23 Vokallaute herum, und das ohne die Diphtonge und Triphtonge – je nach Sprachvariante kann man noch wesentlich mehr Laute unterscheiden (siehe Tabelle hier).

Zuletzt möchte ich Euch noch zwei Webseiten mit exzellenten Quellen und Beispielen für englische Dialekte sehr ans Herz legen. Zunächst einen Blog, über den ich bei der Recherche gestolpert bin: dialectblog.com – großartig, dort einfach nur zu stöbern! Des Weiteren den reichen Fundus weloveaccents.co.uk, auf den mich meine Schwiegermutter aufmerksam gemacht hat.

Und nächste Woche geht es um eine Institution der deutschen Fernsehgeschichte.

Der Pommes-Buddha sagt: Ein Leben ohne Trema ist möglich, aber trostlos.

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The Meadow

Bayerische Oktoberfestbreze mit Bier

It’s the world’s most famous beerfest. And it used to be strictly Munich. In recent years, though, in the first weeks of autumn, shop windows all over Germany have been displaying an increasingly higher number of traditional Bavarian costumes. What is this Oktoberfestisation?

I must admit I’m writing as something of an outsider, as I’ve personally never attended the jolly celebration which calls itself die Wies’n (‘the meadow’). It sounds very similar to Cologne Carnival: throngs of people dress up and get drunk, and there’s music and dancing and fun and everybody is BFF with everybody else. And the media only ever show you the Schnapsleichen, those who overdid it and passed out in the street.

In fact, the two festivals are rather compatible. I became BFF for a day with many a Bavarian during carnival. Bavarians think our Kölsch glasses are cute. (Yes, they really do drink out of one-litre [or Maß] glasses!) And we Cologners take quite a fancy to wearing Dirndls and Lederhosen. Be warned, though, fellow citizens of Köln! It may offend Bavarians if their traditional outfits are misappropriated for use as silly carnival costumes. (Yes, I’ve been told off in the past. Shame on me!)

When I asked him if he was planning to visit this year’s Oktoberfest, a colleague based in Munich told me that he would probably end up going perhaps just one night because he was so busy. And what is more, he explained, one had to avoid the Italian weekend (one specific Oktoberfest weekend notorious for having half of Italy visit). Sounds just like carnival. When you live in Cologne (also the name of an excellent micro blog making spot-on contributions to the subject, by the way), you tend to take the big crazy celebrations for granted and not go out every single night like you used to as a student.

What we don’t get about Oktoberfest is that it starts in September. I’m sure there’s a good reason to do with tradition and that the people of Munich are tired of responding to this remark – so let’s leave it at that.

However, as you may or may not know, the perfect symbiosis of Cologne and Munich partying tradition has for a while now been distilled into the 1. Kölner Oktoberfest by one of the city’s large breweries Gaffel (with the tag line ‘… but with real beer!’, meaning Kölsch as opposed to Bavarian beer). What more can you wish for?

And speaking of Köln, if you native speakers of non-German and non-Scandinavian languages think the Umlaut is difficult, hear more about another type of dots next week.

Finally, allow me a personal remark: unbelievably, this blog/podcast will be one year old on 1st October! Thank you to all you lovely and devoted readers and listeners for your support, comments, suggestions and encouragement. It’s been an exciting year, and I look forward to many more!

The Pommes Buddha says: Party on, Wayne! Party on, Garth!

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Sprache nach Maß

Yellow measure tape

Als Deutscher kennt man den Zollstock und weiß, dass es mal das Längenmaß Elle gab. Viel mehr ist jedoch von vormetrischen Zeiten nicht übrig geblieben. Kommt man dem gemeinen Briten oder Amerikaner hingegen mit Metern, so versteht er oft nur Bahnhof. Der Sechzehnmeterraum („Sechzehner“) im Fußball heißt in England „18-yard box“ oder schlicht „the box“. Und was wird in Großbritannien und den USA sonst noch anders gemessen?

In dem Kultfilm Pulp Fiction aus dem Jahr 1994 gibt es einen Dialog zum Quarter Pounder, einen Burger der Fast-Food-Kette McDonald’s (in Deutschland hieß er Hamburger Royal TS). Auf die Frage von Jules (Samuel L. Jackson), warum dieser in Paris anders heiße, erklärt Vincent (John Travolta): „[…] they got the metric system there. They wouldn’t know what the fuck a Quarter-Pounder is.” Die USA sind eines von wenigen Ländern der Welt, die das metrische System noch nicht offiziell eingeführt haben. Doch dies ist nur die Spitze des Eisbergs.

Was der gute Vincent „the little differences“ nennt, begegnet einem nicht nur als Amerikaner in Paris, sondern auch allerorten, wenn man als Kontinentaleuropäerin in Großbritannien Urlaub macht. Zunächst fällt auf, dass die Entfernungen auf Schnellstraßenschildern nicht in Kilometern, sondern in Meilen angegeben werden. Spricht mein Schwiegervater davon, wie weit ein Baum von ihm entfernt steht, so drückt er dies stets in yards oder feet aus. Wie weit fünf Meter sind, kann er sich überhaupt nicht vorstellen.

Der Übergang zum metrischen System (genannt „metrication“) ist im Vereinigten Königreich noch nicht abgeschlossen, da diverse Maßeinheiten auch offiziell noch im alten sogenannten imperial system angegeben werden dürfen. Hierzu gehören auch Raummaße wie das berühmte pint (knapp 500 mL), das im Pub für Bier und Ale sowie Cider als Maßeinheit verwendet wird – und im Lebensmittelladen für Milch. Auf englischen Babyflaschen stehen Angaben sowohl in Milliliter als auch in Unzen, wobei zur allgemeinen Verwirrung US-amerikanische Unzen auch noch leicht von den UK-Unzen abweichen.

Das Gewicht darf in GB offiziell nur noch im metrischen System angegeben werden. Dennoch sieht man auch in Supermärkten noch oft die Abkürzung lb für pounds oder oz für ounces. Das Geburtsgewicht unserer beiden Kinder haben wir in der Geburtsanzeige jeweils auch in Pfund und Unzen angegeben. Und im Vorfeld großer feierlicher Ereignisse hört man so manche Engländerin stöhnen, sie müsse aber bis dahin noch mindestens one stone abnehmen!

Besonders abenteuerlich wird’s bei Kochrezepten. Dort tauchen dann auch noch Maßeinheiten wie cup etc. auf, und auch diese unterscheiden sich erneut von den in den USA verwendeten.

Es gibt also kein Durchkommen im Dschungel der Maßeinheiten. (Oder hat jemand Lust, das hier alles zu lesen und auswendig zu lernen?) Dann doch lieber geniale Parodien von Pulp-Fiction-Szenen auf Kölsch anschauen: https://www.youtube.com/results?search_query=pulp+fiction+op+k%C3%B6lsch (Besonders empfehlenswert: „WAT? NOSSA?!“ – ihr erinnert euch doch an den brasilianischen Hitsong von 2012?)

Und nächste Woche geht’s um eine andere Art von Maß.

Der Pommes-Buddha sagt: Tu‘ uns noch e Pittermännsche!

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Rough and ready

Klassische Raufasertapete wei Hintergrund

Thinking back to my blog post of the other day about quintessential Britishness, I wondered what my English husband would consider the most German thing of all German things. And then I remembered his horror when we first set foot into our first joint flat in Germany.

‘What’s that on the walls?’ he exclaimed. ‘Wallpaper,’ I said. ‘Yeah, but it looks so retro. We had that stuff in the ‘70s,’ he continued in disgust. Thus went his first encounter with an inexplicable German phenomenon aka The Obsession with Raufasertapete.

How do I begin? For those of you who are unfamiliar with the product: it’s wallpaper with small wood chips in it, which make it very knobbly. It’s hideous. And it’s everywhere. Even on the ceilings. (At least in rented flats.) It’s the cheapest wallpaper you can get in Germany. But don’t ask me who decided it was the bee’s knees. (It does indeed seem like a mandatory piece of interior design in any German home.)

For those of you who are not British, rented flats and houses in Britain do usually not have wallpaper nowadays. They just have rendered walls with a coat of paint on them. And tenants are often not allowed to change the colour of the walls or put a nail in them or anything.

Germany, on the other hand, is the nirvana of tenants. Tenants can do whatever they please. Well, at least they can paint walls monkey-puke yellow and riddle them with Rawlplugs so long as they put everything back into its original state when they move out, i.e. refill the holes and repaint the walls in a light colour.

So here we were in our first German home, applying roll after roll of masking tape to these wood-chip walls. If you’ve ever done that, you know that, the next day, you can’t feel your fingertips. It’s Braille overkill. Honestly, how is a landlord or lady free to paper walls with something that can do irreversible damage to your digital nerves?

Raufaser stands for many German things. It’s unpretentious, sensible (read: cheap) and practical. German bliss!

Next week, learn about language made to measure.

The Pommes Buddha says: I hate Bauhaus.

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