In Rosas Munde

Patties fried in bowl with napkin on board

Wer noch nie in Cornwall war, sollte dies rasch nachholen. Rollende Hügel, sonnige Küsten und idyllische Landhäuser … Rosamunde Pilcher hält, was sie verspricht. Mal ganz davon abgesehen, dass Cornwall die britische Region mit der coolsten Flagge ist (weißes Kreuz auf schwarzem Grund – lässt Piraten neidisch werden). Doch die Reise kann gleich vor der Haustür beginnen. Wie das?

Nun, ganz einfach: Seit einem guten Jahr schmückt die Dürener Straße in Köln ein kleiner aber feiner Laden, der das kulinarische Aushängeschild Cornwalls vertreibt, die Cornish pasty (zu Deutsch: „kornische Pastete“). Die Tasty Pasty Company bietet die gefüllte Teigtasche in diversen kreativen Varianten an – von traditionell über Steak & Ale bis hin zu indisch mit Kichererbsen. Zudem lassen etliche andere heimische Produkte wie millionaires’ shortbread oder original englischer Tee, gerne als builder’s brew serviert, das britische Herz höher schlagen.

Aber was genau ist nun diese kleine Pastete? Die klassische Variante, die sich übrigens, analog zum Champagner, nur Cornish nennen darf, wenn sie in der Region selbst hergestellt wurde, enthält Kartoffeln, Rindfleisch, Zwiebeln und Kohlrüben. In Cornwall wurde uns zudem berichtet, dass diese Speise ursprünglich ein typisches Essen für die Arbeiter der dort früher zahlreichen Kohlebergwerke war. Der dicke, geschwungene Teigrand diente ausschließlich dem Anfassen mit schmutzigen Fingern und wurde nicht mit verzehrt. Oft war zudem eine kleine Ecke der Teigtasche mit etwas Süßem gefüllt, sodass man sich vom Hauptgericht zum Dessert vorwärts essen konnte.

Übrigens wird das „a“ in „pasty“ – sofern nicht das Adjektiv gemeint ist – nicht diphthongiert, wie die Sprachwissenschaftlerin sagt. Das bedeutet, man hört nicht zwei unterschiedliche Vokallaute wie beispielsweise bei dem „a“ in „frame“, sondern nur einen kurzen, zwischen dem deutschen „ä“ und „e“ liegenden Monophthong wie in „that“. Es heißt also [ˈteɪstiː ˈpæstiː] und nicht [ˈteɪstiː ˈpeɪstiː].

Ob Mono oder Di, alle pasties bei Dan und Paul und ihren supernetten Mitarbeitern schmecken wunderbar! Wahlweise kann man die leckeren Stücke auch zum Selbstbacken mitnehmen. Und mit dem Catering-Angebot ist die nächste Briten-Party gesichert. Wer noch mehr sehen und hören will, kommt hier auf den Geschmack. Bingo! Nächste Woche mehr dazu

Der Pommes-Buddha sagt: Kornische Pastetchen sind mir die liebsten!

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Berrying 101

Sprig with fresh ripe blueberries in summer.

Yes, Sir, I can berry. Well, at least if I’m a speaker of US American English. Intriguingly, the Americans can transform anything into a verb (this process is called ‘verbing’). So Yanks can breakfast, they can shower and they can berry (aka ‘pick berries’). Even though they can’t berry, the Brits, just like the Americans, love blueberry muffins. (By the way, can you ‘blueberry-muffin’? ‘What did you do during the coffee break?’ – ‘I blueberry-muffined. Yummie!’) Let’s find out what the deal is with Germans and blueberries …

In the German language, the issue of the blueberry is not a straightforward one. Yes, one can find the obvious Blaubeere (if one berries hard enough). However, this is but one of many names for the tiny fruit in question. Heidelbeere is, I’d think, the most widely used word. But even Waldbeere, in addition to its general meaning of ‘berry from the woods’, may refer to the same plant (Vaccinium myrtillus in Latin). And don’t get me started on the regional varieties …

Apparently, according to Merriam Webster’s Online Dictionary, the name ‘blueberry’ has no synonyms in the English language. How lucky you Americans are! Instead, you have berries that no German or Brit has ever heard of. It was in an American ice-cream shop nearly twenty years ago that I first read the name ‘boysenberry’. (At the time I thought it was simply a taste of assorted woodland berries, which those crazy Americans named after the French word for ‘forest’ [‘bois’], changing the spelling so the name would seem more ‘funky’ or something.) Also, we don’t have loganberries. And cranberries are an utterly complex subject in themselves.

Dict.cc, in contrast, says there are quite a few synonyms of ‘blueberry’ (‘huckleberry’, ‘whinberry’, ‘whortleberry’ and ‘bilberry’ are some of them). However, I have no idea how widely used these really are.

But now to the best part: I found a page with blueberry recipes on the BBC website (also featuring other berries). In the United States, blueberries seem to have acquired a status similar to knighthood (or damehood? Are berries male or female? In Italian, the tree is male and the fruit is female. So I suppose it must be ‘Dame Blueberry’.). In any case, they have their own ‘U.S. Highbush Blueberry Council’, whose website advertises the blue fruit’s multitudinous merits and applications.

After this mouth-watering experience, let’s continue on the path of culinary delights next week …

The Pommes Buddha says: I berry, you berry, he/she/it berries.

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Höflichkeit ist eine Zier

Pondering Life

Eines der ersten Dinge, die mir aufgefallen sind, als ich als Studentin in London lebte, war die nachgerade allerorten erlebte Höflichkeit meiner Mitmenschen. Wenn man zur Rush Hour in der Tube versehentlich jemandem auf den Fuß trat, entschuldigte sich dieser mehrmals dafür, derlei Unannehmlichkeiten bereitet zu haben. Man mag dies als übertriebenen vorauseilenden Gehorsam aburteilen. Ich empfand es als im alltäglichen Umgang äußerst angenehmes Respektszeugnis. Was ist dran am Mythos des britischen Gentleman?

Laut dem englischen Schauspieler Edward Fox „[b]eing a gentleman is the number one priority, the chief question integral to our national life.“ Auch wenn man heute in Großbritannien, wie in jedem Land, Klagen über den Verfall von Sitte und Anstand vernimmt, so kann man doch sicher sein, dass der politeness auf der Insel im Allgemeinen erheblich mehr Bedeutung beigemessen wird als in unserem schönen Land. Mein englischer Ehemann wird es niemals müde zu betonen, dass Szenen wie die folgende – in Deutschland an der Tagesordnung – angesichts des unangebrachten Einmischens in fremde Angelegenheiten in England Stürme der Entrüstung auslösen würden.

Neulich fuhr ich in Köln mit dem Bus vom Bezirksrathaus nach Hause. Ich stand, meine zu diesem Zeitpunkt acht Wochen alte Tochter lag im Kinderwagen vor mir. Wie Babys es mit unerhörter Zuverlässigkeit in öffentlichen Verkehrsmitteln zu tun pflegen, weinte sie herzzerreißend. Eine ältere Dame wohnte dem Spektakel entsetzt bei und begann, dieses zu kommentieren. „Das Baby ist schon ganz rot. Das ist bestimmt nicht gut!“ Da ich nicht reagierte, forderte sie mich alsdann auf: „Nehmen Sie es doch mal heraus!“ Nachdem ich nur kurz erwiderte, das sei ja nun gerade schlecht möglich, setzte sie fort: „Was hat das Baby?“ (Wäre ich schlagfertig gewesen, hätte ich entgegnet: „Was haben Sie???“)

Solche und ähnliche Szenen werden mir von jungen Eltern allenthalben geschildert. Wildfremde, „gutmeinende“ Menschen verteilen großzügig Ratschläge, Aufforderungen oder gar Anfeindungen in Bezug auf die Kindererziehung. In Großbritannien ist so etwas verpöhnt. Nicht umsonst gibt es den Ausdruck small talk, denn der big talk gehört in die eigenen vier Wände.

Den Nörglern sage ich, entspannt Euch alle mal und schaut, wie Elternsein heute geht: http://time.com/3720541/how-to-parent-like-a-german/?xid=newsletter-brief. Zur vertiefenden Lektüre empfehle ich The Idle Parent von Tom Hodgkinson (hier zusammen mit zwei weiteren Büchern besprochen).

Nächste Woche wird’s bärig. Oder beerig?

Der Pommes-Buddha sagt: Einatmen – und ausatmen.

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Who is Hermann?

Gugelhupf

We all know who Horst is by now. But who or what is Hermann? This similarly typical – I’m tempted to say ‘clichéd’ – German name holds many secrets. The most grassroots one of them shall be revealed today exclusively to you, dear faithful readers of the Pommes Buddha blog.

Hermann is actually … a cake! And when I say cake, you Brits must not imagine your version of a cake with lots of sugary yummy icingy twirly baroquey stuff on it. (Of course the British cake tradition has its merits too, as corroborated by crowd favourites such as The Great British Bake Off.) German cake makes no promises. It looks rather … honest but tastes enjoyably – even jolly – good.

Our man Hermann was very popular in the 1970s and ‑80s, and I’ve been told he’s still on the road today. Hermann is no ordinary cake – he is a chain cake. ‘Chain cake’ as in ‘chain letter’: you make the dough in a complex procedure whose main ingredient is TLC, divide it by four and pass three parts on to friends and family. If you feel that a cake is just what your entourage has been missing, Dr. Oetker, well-liked among Britain’s baking-savvy too, has a basic recipe for you. I personally have never made Hermann’s acquaintance, but I was once given sourdough in a jar (also, it seems, a shareable type of dough). It was moving (the experience, not the dough).

Naturally, there is not only one type of cake in Germany. Hermann is a Trockenkuchen, just like Guglhupf. But that is only the beginning. Go to the Konditorei and take your pick: Käsekuchen, Gedeckter Apfelkuchen, Schwarzwälder Kirschtorte, Donauwelle … A mouth-watering chocolate cake from Vienna (Austria, of course) is called Sacher Torte. Just to name a few.

So go on and indulge. Or make a Hermann and spread the joy! Perhaps he’ll make it as far as London and meet his namesake Herman ze German, an eatery/caterer/shop with German specialties. The question is, will he be polite enough to meet British standards? We’ll find out about that next week …

The Pommes Buddha says: You can have your Hermann and eat it too.

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Ein Tag beim Rennen

Rennbahn

Wer kennt sie nicht, die Bilder eleganter Damen in wagenradgroßen Hüten, die Champagner schlürfend am Rande der Pferderennstrecke im englischen Ascot posieren? Die Herren in Frack und Zylinder, die Tageszeitung unterm Arm? So vergnügt sich die High Society auf der Insel, denkt man. Nur die High Society?

Am 11. April ist es wieder soweit: Am wichtigsten Tag im Pferderennkalender wettet die britische Nation beim Grand National auf der Liverpooler Rennbahn Aintree zum Vergnügen. Dieses Spektakel kommt einem nationalen Feiertag gleich. Durch alle Schichten der Gesellschaft hinweg putzt man sich heraus und geht zur Rennbahn oder wettet im örtlichen Wettbüro.

Auch im übrigen Jahr ist der Besuch der Pferderennbahn ein durchaus gängiges Vergnügen. Besonders schick gekleidet wird sich dafür in der Regel nicht. Und es geht auch nicht sehr festlich zu: Familien bringen eine Decke und Essen mit und machen auf der Wiese an der Bahn ein Picknick. Selbstverständlich lässt es sich kein echter Brite nehmen, beim Rennen auch zu wetten. Hierzu sucht man sich aus den freien Buchmachern am Platz denjenigen mit der günstigsten Quote für das Wunschpferd heraus.

In Deutschland sind Pferderennen ein weniger verbreitetes Freizeitvergnügen. Dabei bietet beispielsweise die Kölner Galopprennbahn ein herrliches Ausflugsziel für die ganze Familie: Erfrischungen von Pommes über Erdbeerbowle bis hin zum Champagner verwöhnen das kulinarisch geneigte Publikum – alternativ kann man auch hier picknicken oder auch das äußerst vorzeigbare Gasthaus Rennbahn aufsuchen. Die Kleinen vergnügen sich auf dem Spielplatz, der sogar eine Hüpfburg vorzuweisen hat.

Wetten kann man hier natürlich auch, allerdings nicht bei Buchmachern, sondern nur direkt beim Rennverein nach dem Totalisator-Prinzip (engl. Tote). Ich persönlich suche mir meine Favoriten immer nach dem Namen aus. „Oh So Sassy“, „Yourartisonfire“, „Swiftly Done“, „Boomerang Bob“ (keine Konfabulationen von mir!) – am liebsten mag ich Namen, aus denen man Sätze bilden kann. Unsere dreijährige Tochter orientiert sich gerne am schönsten Jockey-Trikot. Mein Mann hingegen wendet eine nicht entschlüsselbare englische Geheimstrategie an, mit der er so gut wie immer unseren gesamten Wetteinsatz zurückgewinnt.

Übrigens verfügt Köln auch über die einzige Jockeyschule in Deutschland. Und viele Jockeys heißen ja Hermann. Oder? Wer war nochmal Hermann? Mehr dazu nächste Woche …

Der Pommes-Buddha sagt: Auch Einhufer können Herzstück eines vergnüglichen Nachmittages sein. Prosit!

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Fucking hell

Glass of beer and bottle against wheat field and sunset

I’m terribly sorry if this title offends you, but, in my defence, it is not what you think it is. This week’s story, which is related to a subject discussed here in all seriousness before, starts in a village in Austria situated 33 kilometres north of Salzburg. Just like a considerable number of other places in Bavaria and Austria, its name ends in –ing. Can you guess what the first part is?

‘Fuck’, yes! (Again, no expletive.) Indeed, the place is called Fucking. In case you were wondering, it is pronounced with a closed ‘u’ /ʊ/, as in ‘put’. Obviously, due to its similarity with a tremendously rude English word, the place has gained some fame in English-speaking countries. The poor inhabitants of Fucking, of course, can’t help it.

But if they had a really wicked sense of self-deprecating humour, they would have done what a German company did in 2010: they went to court and won the right to name a beer ‘Fucking hell’. ‘Hell’ is the equivalent of ‘pale’ – ‘ein Helles’ is the common expression for a light lager as opposed to a dark beer. So in German it makes perfect sense to call a beer from Fucking ‘Fucking hell’. The court obviously agreed. Never mind that Fucking has no brewery (yet) … So there you go.

During my research for this blog entry, I came across an Austrian film called ‘Bad Fucking’. ‘Bad’ in German means ‘bath’ or ‘bathroom’ and in names of towns and villages is a relic referring to the fact that there are some types of, usually thermal, springs in the area (as in ‘Bad Saarow’ – highly recommended for a weekend away). So these places are historic spa places. There is no real place called ‘Bad Fucking’ – but there might as well be.

So next time you’ve had a bad day in the Salzburg area, why not think To hell with it … and have a Fucking hell for substantiation? Sounds effing splendid!

Next week, we’ll deal with a much more cultured form of pastime. (Did I hear someone say ‘Boooring!’?)

The Pommes Buddha says: Let’s call a Fucking a Fucking.

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Wie groß ist deine Wohnung?

Rendered Industrial Bedroom

Diese Frage stellte mein Mann einer Kollegin, die von ihm wissen wollte, ob ihre Miete zu teuer sei. Sie antwortete als Britin erwartungsgemäß mit der Anzahl der Schlafzimmer („One bedroom.“). Als sich mein Mann, durch seine intensiven Erfahrungen auf dem Kölner Immobilienmarkt offensichtlich erfolgreich indoktriniert, nach der genauen Quadratmeterzahl erkundigte, zuckte seine Kollegin mit den Achseln. Die wusste sie beim besten Willen nicht. Im Ernst?

In der Tat sucht man Quadratmeterangaben in britischen Wohnungsanzeigen vergeblich. Entscheidend ist einzig, über wie viele Schlafzimmer eine Immobilie verfügt. Hier kommt man als Deutscher leicht durcheinander, denn bei uns ist eine 2-Zimmer-Wohnung (oder im Osten des Landes „2-Raum-Wohnung“) eine Wohnung mit einem Schlafzimmer (das zweite Zimmer ist das Wohnzimmer). In Großbritannien geht man davon aus, dass ein Wohnzimmer keiner besonderen Erwähnung bedarf. Eine 2-bedroom flat wäre hier somit eine 3-Zimmer-Wohnung. Eine 1-Zimmer-Wohnung wird in UK studio genannt. Die tatsächliche flächenmäßige Größe der Wohnung ist dem Briten offenbar schnuppe. Kaum zu glauben, wenn man in einem Land groß wurde, in dem es Formeln für die Berechnung der Bodenfläche unter Dachschrägen gibt und man rechtlich gegen den Vermieter vorgehen kann, wenn die Quadratmeterzahl mehr als 10 % unter der angegebenen liegt.

Verwirrend ist auch die Zählweise der Etagen, sobald man den Atlantik überquert. Bei uns beginnt man beim Erdgeschoss (EG) und zählt dann 1., 2., 3. usw. Obergeschoss (OG). In Großbritannien entsprechend ground floor und dann first, second, third usw. floor. In den USA hingegen ist der first floor das EG. Eigentlich logisch.

Auch ein englischer Bekannter von uns, seines Zeichens Kfz-Mechaniker, bestätigte jüngst, die Deutschen liebten genaue Zahlenangaben: Hier müsse jeder sein Gewicht in Kilogramm und seine Körpergröße in Zentimeter kennen. Seine Kollegen hätten es nicht durchgehen lassen, dass er sein eigenes Gewicht nicht anzugeben wusste und ihn auf der werkstatteigenen Industriewaage gewogen.

Dass auch die Österreicher es genau nehmen, erfahrt ihr nächste Woche.

Der Pommes-Buddha sagt: Was wäre das Leben ohne Zentimeter?

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The blandest thing on the menu

indische curries

Asked to name a very traditional British dish, many Brits will say something like ‘Lamb Jalfrezi’. So entrenched is the culture of the former British colony in the United Kingdom that it has become part of its identity. Many Indian people run restaurants in Great Britain, and as there is competition all over the place, the quality of the food is mostly excellent. But where can you go for palatable Indian cuisine in Cologne?

One of the things my English husband complains about most in Germany is the fact that it is so hard to find a good curry here. We cook them ourselves, most of the time. (A great book to make easy and tasty curries for beginners as well as advanced cooks is The Hairy Bikers Great Curries.) The rest of the time, when we want Indian food, we can be seen roaming about town trying to find a curry that’s at least half decent. Sadly, despite being a city of considerable size, Cologne has as yet not yielded any true revelations. Instead, we recently discovered a treasure in Hürth, Royal India. Recommended by an Indian lady and now by us too!

An absolutely hilarious taking-the-mickey approach to the whole British-Indian identity issue is taken by the BBC series Goodness Gracious Me, broadcast first on BBC Radio 4 (1996-98) and later on BBC Two (1998-2001). In one of the episodes, a group of Indians visits an English restaurant (‘go for an English,’ as they call it) and behaves in a way that many drunk British guys do at curry places all the time. As a special dare, one of them orders ‘the blandest thing on the menu.’ Get a taste here.

I intentionally didn’t go into detail with the political issue here, but I do recommend these extracts from Foreign Secretary Robin Cook’s 2001 speech calling Chicken Tikka Masala a true British national dish.

Next week, find out why size matters to Germans.

The Pommes Buddha says: When in Germany, select your tandoor wisely.

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Gruß aus der Heimat

Briefkasten

Einer der Gründe, warum ich Großbritannien so mag, sind die zahlreichen liebenswerten Sitten und Bräuche seiner Einwohner. Dazu gehört beispielsweise das Verschicken einer Grußkarte zu jedem erdenklichen Anlass. In Deutschland verschickt man viel seltener Karten, und die Anforderungen an den Gratulanten unterscheiden sich von denen auf der Insel. Aber in welcher Form? Und warum stehen Liebhaber englischer Grußkarten mit der Deutschen Post auf Kriegsfuß?

Im Januar hat die Deutsche Post, wie alle Jahre wieder, das Porto für einen Standardbrief erhöht. Ein „normaler“ Brief nach England kostet nunmehr 0,80 €. Hat man sich jedoch an den 08/15‑Motiven und –Formaten vieler deutscher Grußkartenfabrikanten satt gesehen und pflegt angesichts ihrer stilvoll bezaubernden Andersartigkeit Karten britischer Vertreiber wie Marks & Spencer oder John Lewis zu erwerben, so darf man keineswegs davon ausgehen, damit „normale“ Post zu verschicken. Eine englische Grußkarte – und das macht gerade einen beträchtlichen Teil ihres Charmes aus – hat selten die hier üblichen Formate DIN A6 oder DIN lang, sondern ist oft kleiner und meist entweder quadratisch oder sehr schmal und länglich. Damit unterschreitet sie das Mindestformat der Deutschen Post und kostet mittlerweile 1,50 €.

Doch zurück zum Brauch des Kartenschreibens. In Großbritannien ist es vollkommen üblich, auf eine Karte handschriftlich lediglich die Adressaten, (sofern kein vorgedruckter Text vorhanden ist) einen kurzen Einzeiler und schließlich die Grußformel einzutragen. Eine Grußkarte wird also als genau dies betrachtet: ein kurzer, lieber Gruß. In unseren Breiten hingegen gilt eine vorformulierte Karte als lieblos. Es werden vom Verfasser mindestens ein bis zwei handschriftliche und möglichst individuell formulierte Sätze erwartet.

Bei den Briten ist es zudem Brauch, erhaltene Grußkarten zu würdigen, indem man sie für einen gewissen Zeitraum daheim sichtbar präsentiert, beispielsweise auf dem Fensterbrett oder dem im angelsächsischen Raum berühmt-berüchtigten Kaminsims. Meine Schwiegermutter etwa dekoriert alljährlich hingebungsvoll ihre Wohnzimmerwand mit allen an sie verschickten Weihnachtskarten. In Deutschland legt man Karten nach dem Lesen beiseite, und oft landen sie alsbald im Altpapier. (Immerhin!)

Und nächste Woche wird’s kulinarisch …

Der Pommes-Buddha sagt: Eine Karte macht noch keinen Brief.

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German disease

Doctors Hospital Corridor Nurse Pushing Gurney Stretcher Bed

My husband and his colleagues often discuss how strange the German language is to them. They find it amusingly logical that gloves are called ‘hand shoes’, love the fact that the end of a working day is called ‘celebration night’ and wonder why women’s football teams are called Mannschaft (literally: ‘manship’ – the related matter of sexism in the German language will have to be discussed in a separate entry). Another one of those peculiar words is Krankenhaus.

‘Why would you want to go to a “sick house” to give birth?’ one colleague observed. True. For the same reason, the former Krankenschwester (‘nurse’; literally: ‘sick people’s sister’) is now officially called ‘Gesundheits- und Krankenpflegerin’ (‘health and sick people’s carer’), which is even more ludicrous as not only is it awkwardly long but it also unfittingly combines an abstract noun and a concrete noun. Our health insurance companies, however, are still called Krankenkassen (‘sick people’s funds’). Well, we Germans are known for our propensity to go see the doctor and for an obsession with our own ailments.

This talk about the health sector reminds me of a so-called ‘false friend’, a word that seems to be identical in two languages, but isn’t. The German Klinik (or Klinikum) has a distinctly different meaning from the English ‘clinic’. The German word usually refers to a specialised hospital or medical centre or is sometimes simply a synonym of Krankenhaus. The English word, on the other hand, denotes something usually of smaller scale and restricted to outpatient treatment. Depending on the context, it may be translated, among others, as Praxis, Ambulanz or even Sprechstunde, but rarely as Klinik.

Next time you go see your doctor, be a proper German and ask for your Krankenschein, will you? Meanwhile, the Pommes Buddha will be dealing with a different kind of incompatibility.

The Pommes Buddha says: When your Hexenschuss plagues you, sick people’s gymnastics is the way.

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