‘Ein’ oder nicht ‘ein’

Homemade Raspberry Polish Paczki Donut

Some things are really, really small, but they can make a huge difference. From a linguistic perspective, articles are such things. The rules for their application in various languages are often tricky, which is why many non-native speakers can be found out by their incorrect use of them. Knowing that our grammar is particularly relentless, we Germans will happily overlook any such slip, in particular as it normally won’t impair understanding. However, there are some exceptions …

When John F. Kennedy gave his famous speech at Rathaus Schöneberg in Berlin in 1963, his blunder (‘Ich bin ein Berliner’) went down in history as the Jelly Doughnut Misconception. (I’d like it noted that I strongly disagree with the statement made in the Wikipedia entry, according to which the ‘figurative’ meaning of the sentence requires the indefinite article.) The correct version would have been ‘Ich bin Berliner’. While this goof went widely unnoticed, it is a brilliant example of an error that has since become rife even among native Germans. I am convinced the Duden will one day rubber-stamp ‘Ich bin ein Lehrer’ as grammatically correct. However, dear non-native speakers and lackadaisical Germans, it is not! Unlike in English, when expressing affiliation to a profession, religion, community or other group, you cannot use an article. In most cases, using one has no consequence, except sounding somehow ‘strange’. However, some snacks named after cities can be an issue. Beware of turning yourself into a hot dog (‘Frankfurter’/‘Nürnberger’) or a hamburger (‘Hamburger’). Simply do without the article, and it’s clear that you are (or feel like) a citizen of the respective place.

By the way, in Berlin, Berliner go by Pfannkuchen and Pfannkuchen by Eierkuchen. So there you go. The people of Berlin wouldn’t call themselves doughnuts now, would they? That’s why JFK got away with it …

To learn what linguistic oddities you can get away with in England, come back next week.

The Pommes Buddha says: Pancake or eggcake – we’re all human.

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Pfannkuchentag

Stack of vegan pancakes with almond milk

In einer Woche ist Aschermittwoch – das Ende der ausschweifenden Karnevalszeit und der Beginn der entbehrungsreichen Fastenzeit. Am Tag zuvor, dem Karnevals- oder Veilchendienstag (merke: „Fastnacht“ oder „Fasching“ heißt es im Rheinland niemals!) , gilt es zwei Dinge zu tun: erstens, noch einmal richtig die Sau ‘rauslassen und, zweitens, die sündigen Taten ins Jenseits befördern. Doch was hat das alles mit Pfannkuchen zu tun?

In Großbritannien heißt besagter Dienstag auch Pancake Day, und getreu der durch den Karneval im US-amerikanischen New Orleans bekannt gewordenen Bezeichnung Mardi Gras („Fetter Dienstag“) werden an diesem Tag fettige Pfannkuchen gebacken und mit Zitrone und Zucker verzehrt. (In unseren Breiten wird entsprechend Fettgebackenes in diversen schillernden Varianten wie Berlinern oder Muzen konsumiert.) Die britischen pancakes haben zwar einen ähnlichen Durchmesser wie die amerikanischen (für deutsches Verständnis eher den einer „kleinen“ Bratpfanne, also ca. 16-18 cm, statt, wie hier üblich, mehr als 20 cm), sind aber wesentlich dünner. Die Zubereitung macht einen Großteil des Vergnügens aus, und der pancake enthusiast lässt es sich nicht nehmen, die Pfannkuchen mit einem gekonnten Schwung aus dem Handgelenk in der Luft zu wenden. Wichtig ist, dass die Pfanne beschichtet und sehr heiß ist und der Teig dünn aufgetragen wird. Sobald sich der Pfannkuchen losrütteln lässt, kann er gewendet werden und braucht dann auf der zweiten Seite nur noch ca. 10-15 Sekunden. Hier gibt’s ein supereinfaches Rezept.

Der zweite Teil auf der To-Do-Liste am Pfannkuchentag wird in Köln durch die Nubbelverbrennung exerziert. Eine Strohpuppe, die stellvertretend für alle in der Session begangenen Sünden steht, wird feierlich und ritualisiert verbrannt – und schon ist alles vergeben und vergessen. Eine traditionellere katholische Variante wäre die Beichte, auf deren Konzept der andere Name des Pancake Day, nämlich Shrove Tuesday (von „shrive“ = „beichten“), basiert.

Und welcher berühmte Politiker sich einst als „Krapfen“ bezeichnet hat, erfahrt Ihr nächste Woche.

Der Pommes-Buddha sagt: Ein schöner Pfannkuchen hat noch keinem geschadet.

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